Freiburg–Colmar kommt wieder in Bewegung? Tabarot & Schnieder setzen auf europäische Bahn-Lösung!
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Questions et réponses
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- 15:51OuverteRéponse directe
Quelles mesures communes pour sécuriser et développer la liaison Paris-Francfort et Freiburg-Colmar ?
- 22:24RelanceRéponse directe
Quel est l'état des financements européens pour Freiburg-Colmar et pourquoi n'a-t-elle pas été incluse dans CEF ?
- 27:52OuverteRéponse directe
Faut-il créer une structure de coordination franco-allemande pour les projets transfrontaliers ?
- 34:19OuverteRéponse directe
Quel est l'état actuel de la ligne Colmar-Freiburg et quand une décision sera-t-elle prise ?
- 39:21OuverteRéponse directe
Comment financer la reconstruction de la ligne Colmar-Freiburg et les ponts associés ?
- 44:22OuverteRéponse directe
Quelles actions pour une plateforme commune de réservation de billets transfrontaliers ?
Affirmations vérifiables (citations exactes)
- 46:53InvitéPromesse
« „Dort werden wir die Einhaltung der distanzbasierten Ziele, die die A4 setzt, bis 2030 eingehalten haben." »
- 48:43InvitéFait
« „Es gibt einen Vorschlag der Europäischen Kommission vom 13. Mai." »
- 53:39InvitéChiffre
« „Die öffentliche Unterstützung für diese Nachzüge waren 85 Euro pro Ticket." »
- 1:00:21InvitéFait
« „Heute sind es etwa drei Milliarden. Das reicht nicht." »
- 1:00:36InvitéChiffre
« „Wir steigen auf 4,5 Milliarden Euro." »
- 1:04:49InvitéChiffre
« „In 5 Milliarden Euro, 17,5 Milliarden Euro." »
- 1:08:18InvitéFait
« „Es wird vor allem darauf ankommen, dass wir das klug miteinander verbinden, was an Bedarfen da ist." »
Temps de parole
- Invité25 %
- Invité 222 %
- Invité 320 %
- ?16 %
- Présentateur7 %
- Invité 42 %
- Invité 52 %
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sehr schön ja liebe kolleginnen und kollegen ich darf unsere heutige sondersitzung der deutsch französischen parlamentarischen versammlung zur anhörung der beiden verkehrsminister hier mit eröffnen und da er sehr herzlich
bei
uns begrüßen die beiden minister den bundes verkehrs- ministry patrick schnieder hier in berlin im saal den französischen minister herr philippe tabarot
der
zusammen mit den französischen kollegen aus der assemblée nationale in paris, uns zugeschaltet ist und Ihnen beiden sehr herzlich danken, dass Sie diesen Termin möglich machen, dass Sie diese Anhörung und den Austausch zur grenzüberschreitenden Mobilität zu den Verkehrsthemen im deutsch-französischen Verhältnis heute Vormittag möglich machen und uns dafür zur Verfügung stehen. Dafür vorneweg ein herzliches Dankeschön. Ich begrüße hier in Berlin alle im Saal anwesenden deutschen Mitglieder der DFBV sowie alle aus der Assemblée nationale in Paris oder individuell zugeschalteten Mitglieder und freue mich auf den Sitzungsverlauf und liebe Brigitte Gebe zu dir nach Paris.
Grand
merci, cher Yannick Boury, cher Kollege Allemand, cher Kollege Français. Un grand merci pour votre présence ce matin,
que
ce soit en présentiel ou par visio, pour cette séance extraordinaire de l'Assemblée parlementaire franco-allemande. Et mes remerciements tout particuliers vont
à
nos ministres. Natürlich danke ich
den
Ministern Philippe Tabarro und Patrick Schnieder, ganz besonders Philippe Tabarro, der französische Verkehrsminister, ist
hier
an meiner Seite. Patrick Schnieder ist in Berlin im Saal.
Vielen Dank, dass Sie
anwesend
sind.
Als Abgeordnete habe ich vor etwas mehr als einem Jahr, März letzten Jahres, einen Bericht eingereicht zu den Herausforderungen, zu den Empfehlungen für die Grenzregionen eingereicht in
Frankreich.
Und
das
zentrale Problem, das aus allen Anhörungen hervorgegangen ist,
war die Mobilität.
Als Abgeordnete
aus dem Elsass
ist
das natürlich eine Frage,
die
mich
ganz besonders
betrifft und mir am Herzen liegt.
Liebe
Kolleginnen und Kollegen, das ist ein
Thema, das die gesamte deutsch-französische parlamentarische Versammlung betrifft.
Wir
haben ja auch verschiedene Vorlagen, die am 1.
Dezember
eingereicht wurden letzten
Jahres,
um den Nachzug Paris
-Berlin über Straßburg aufrechtzuerhalten.
Und ich
möchte Ihnen, meine Herren Minister, danken,
dass Sie bei Ihrem vollen Zeitplan sich die Zeit nehmen. Ich weiß, dass Philippe Tabarro gleich dann im Anschluss nach Brüssel muss.
Und
deshalb möchte ich mich auch gar nicht zu lang fassen. Wir freuen uns, dass Sie da sind und wir freuen uns auf den Austausch.
Herzlichen Dank, liebe Brigitte. Und dann steigen wir damit in die Anhörung ein. Und ich erteile zuerst für ein Eingangsstatement von vier Minuten Herrn Bundesminister Schnieder das Wort.
Ja, sehr geehrte Vorsitzende des Vorstands der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung,
lieber
Herr Minister Tabarro, lieber Philipp,
sehr
geehrte Abgeordnete, herzlichen Dank für die Einladung. Für mich ist das ein Wiedersehen, weil ich selbst einmal Mitglied dieser deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung
war.
Und mir liegen die deutsch-französischen Beziehungen deshalb auch sehr am Herzen. Mobilität und die Möglichkeit, sich frei von einem Land zum anderen bewegen zu können, das sind Kernthemen des europäischen Projekts. Wir brauchen gute Verkehrsverbindungen, um zu reisen, um zu pendeln, aber auch mittlerweile, um die militärische Mobilität sicherstellen zu können, die ebenfalls auf grenzüberschreitende Korridore angewiesen ist. Und natürlich brauchen wir auch grenzüberschreitende Bahnverbindungen.
Ein
schönes Beispiel, das die Vorsitzenden schon erwähnt haben, ist die direkte Zugverbindung,
die
seit Dezember 2024 täglich zwischen Berlin und Paris fährt, die außerordentlich gut ankommt. Und auch der Nachtzug
ist
beliebt. Darum freut es mich sehr, dass die Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Paris von einem neuen Anbieter fortgesetzt wird.
Solche
Angebote bringen die Menschen zueinander und sie verbinden unsere Länder.
Mir
ist wichtig, dass wir uns regelmäßig begegnen und austauschen,
so
wie mein Kollege Philipp Tabarro und ich das häufig machen. Wir haben uns noch diese Woche in Luxemburg getroffen und dort auch gemeinsam Vorschläge unterbreitet.
Meine
Damen und Herren, Frankreich und Deutschland als große Industrienationen mit starker Automobilwirtschaft tragen gemeinsam eine besondere Verantwortung.
Wir
wollen Mobilität für alle sichern. Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft stärken und gleichzeitig unsere Klimaziele erreichen. Gerade deshalb müssen wir gemeinsam vorangehen und europäische Lösungen entwickeln
statt
nationaler Einzelwege. Entscheidend ist,
dass
unsere Vorschläge wirtschaftlich tragfähig sind und gesellschaftlich akzeptiert werden. Gerade bei der Innovation übernehmen wir eine Vorreiterrolle.
So
haben zum Beispiel zahlreiche Mitgliedstaaten am Montag unter deutsch-französisch-luxemburgischer Federführung eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, dass wir großflächige, grenzüberschreitende Testfelder für autonome Fahrzeuge einrichten wollen.
Damit
setzen wir eine Initiative der Europäischen Kommission im Rahmen des Aktionsplans für die Automobilindustrie um. Trilaterale Testfeldaktivitäten hatten wir ja bereits.
Jetzt
könnte daraus der weltweit größte zusammenhängende Betriebsbereich für autonome Fahrzeuge entstehen.
Die
deutsch-französische Zusammenarbeit findet aber nicht nur auf Ministerebene statt. Wir haben auch ein sehr schönes Austauschprogramm bei unseren Beschäftigten. Derzeit ist eine Beamtin meines Ministeriums in Paris, während zwei Beschäftigte aus dem französischen Verkehrsministerium
bei
uns in Berlin arbeiten. Auch das empfinde ich als ein großartiges gemeinsames Projekt. Sie sehen, wir sind auch und gerade bei Verkehrsthemen
sehr
eng miteinander vernetzt. Und das wollen wir auch so fortführen. Vielen Dank.
Vielen
Dank,
Herr
Minister. Herr Minister, jetzt hat Herr Philippe Zabarro das Wort für vier Minuten. Ich werde
mich so kurz wie möglich fassen.
Ich
möchte
natürlich den
Herrn
Minister, lieben Patrick, grüßen und die Vorsitzenden der deutsch
-französischen
Parlamentarischen Versammlung, des Vorstands, liebe Brigitte, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete.
Ich möchte
Ihnen ganz herzlich für
die
Einladung danken,
für diesen
Austausch heute Morgen. Ein Morgen,
der für mich sehr geschäftig ist, denn ich muss
dann nach Brüssel. Aber ich freue mich, dass ich heute hier sein kann, denn die deutsch-französischen Beziehungen sind eine Priorität der Regierung im Verkehrsbereich,
den ich mit Patrick vertrete.
Das ist ein
ganz
zentrales
Element.
Wir haben letztes Jahr
bereits
einen Austausch gehabt. Am 25. Mai in Leipzig haben wir uns zum ersten Mal getroffen und dann eine Beziehung zwischen unseren beiden Ministerien aufbauen und stärken können. Ich komme ja aus dem Mittelmeerraum, aber ich engagiere mich ganz stark für die deutsch-französischen Beziehungen, schon seit Jahren, noch bevor ich Minister wurde, in Calais beispielsweise, das wissen die Abgeordneten ja auch, und in Königstein, in der Nähe
von
Frankfurt. Und mehrere Jahre lang konnte ich Delegationen aus dieser Partnerstadt auch empfangen. Ich
freue
mich, dass Sie unsere Verkehrsthemen jetzt in der deutsch-französischen Versammlung auf die Agenda gesetzt haben. Das betrifft ja die bilateralen Beziehungen, um die Zusammenarbeit vorantreiben zu können, insbesondere in den Grenzregionen für die europäische Integration insgesamt. Deutschland und Frankreich sind zwei große Verkehrsländer. Ich erinnere noch einmal daran, dass wir die beiden am dichtesten besiedelten Länder der Europäischen Union sind, auch die beiden größten Volkswirtschaften.
Und
wir sind auch Schwergewichte in der Mobilität. Nicht nur, was die beiden Minister angeht, aber auch die Schienenverkehrsnetze mit mehr als 39.000 Schienenkilometern in Deutschland, 28.000 in Frankreich. Das ist ein zentrales Netz für den Güterverkehr, aber natürlich auch für den Personenverkehr. Wir haben auch die zwei größten Schifffahrtsnetzwerke für die Binnenschifffahrt
und
auch die Straßennetzwerke sind sehr wichtig. Deshalb sind wir ein zentrales Element für den Verkehr in Europa, nehmen hier eine strategische Position ein. Und aktuell gibt es noch eine große Herausforderung angesichts der Resilienz und auch der militärischen Mobilität, wie Patrick das gerade angesprochen hat, angesichts der Gefahren, die wir aktuell in der Welt sehen.
Es
gibt auch einige Besonderheiten
in
Frankreich
beispielsweise oder
auch
in Deutschland mit dem Güterverkehr.
Aber wir müssen, und in Frankreich haben wir ein Netz von sehr kleinen Straßen beispielsweise. In
jedem
Fall geht es darum, dass die Infrastruktur aufrechterhalten werden muss in beiden Ländern. Es gab zu wenig Investitionen in den letzten Jahren
und
somit haben wir hier etwas aufzuholen
und
die Kosten werden in der Zukunft höher liegen. Deshalb haben wir große Herausforderungen in unseren beiden Ländern für die kommenden Generationen. Wir müssen die Investitionen der Zukunft vorbereiten,
die
Infrastruktur weiter ausbauen, und eine hochwertige Qualität im Dienste unserer Bürgerinnen und Bürger.
Deshalb
habe ich die Initiative für unser Land ergriffen, dass es ein Rahmengesetz für den Verkehr geben soll, für
den Ausbau des Verkehrs.
Im April gab es hier den Großteil der Anhörungen im Senat und viele Kolleginnen und Kollegen haben auch teilgenommen, Christoph Plassat, Gérard Le Seul, Jean-Marie Priet, etc. Im
ersten
Artikel
steht das Wesentliche.
Es
geht um
ein langfristiges
Programm für den Verkehr, sodass
die zusätzlichen Einnahmen aus
der
Autobahnmaut in die Infrastruktur wiederum rückinvestiert werden sollen. Also es ist ganz zentral, dass diese Gelder dafür genutzt werden. Und es gibt hier auch parteiübergreifende Zustimmung und ich hoffe, dass wir das in dieser Kammer bald auch beraten können. Die Berichterstatterin hat sich schon intensiv damit befasst.
Das zeugt davon,
dass der Gesetzgebungsprozess vorankommt. Unsere beiden Länder sind
auch
exzellent, was die Industrie und die Unternehmen im Verkehrsbereich angeht. Wir haben die beiden größten Schienenunternehmen, Eisenbahnunternehmen, Deutsche Bahn und SNCF, die
auf
der Höhe der Zeit sind, weltweit führend sind. Auch mit Alstom und Siemens haben wir hier industrielle Schwergewichte. Und wir verfolgen dabei immer eine deutsch-französische DNA mit verschiedenen Bereichen,
auch
durch Air France
und Lufthansa
und die großen Luftumschlagplätze
in Frankfurt
und in Paris. Die Luftfahrt ist
damit ein zentrales
Thema und spielt
eine
zentrale Rolle für die gesamte Welt. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben
wir
mehr als die Hälfte der gesamten Flotte weltweit. Und die Luftfahrt sollte somit auch weiterhin eine große Rolle spielen. Wir sind zudem zwei Schwergewichte im Automobilbereich und haben weltweit führende Unternehmen in der Meeresschifffahrt, wie
Papagloid
in Bremen, Marseille etc. und anderen Häfen.
Kurzum, unsere beiden
Länder sind das Rückgrat des europäischen
Verkehrs. Und deshalb
ist unser Bereich
vielleicht noch mehr
als andere zentral für die deutsch-französischen Beziehungen.
Wir müssen mit einer Stimme
sprechen, um gehört zu werden. Das haben wir wieder beim Ministerrat gesehen. Wir haben ja gerade schon gehört, am Montag gab es eine Ratssitzung und es wird künftig einige Vorschläge geben, obwohl die Verhandlungen zum Teil blockiert waren und beispielsweise was die Fahrgastrechte
und
die Fluggastrechte angeht, haben wir hier neue Vorschläge unterbreitet, um das Ganze wieder ins Rollen zu bringen. Wir sind zwei Nachbarn, die eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte teilen.
Und
diese gemeinsame Geschichte kennt natürlich auch schwierige Kapitel. Und gestern wurde die Weltmeisterschaft
eröffnet,
das ein
ganz
zentrales
Thema ist,
auch wenn ich da in meiner Jugend eine harte Lehre ziehen musste, als Deutschland uns geschlagen hat. Und in jedem Fall ist das
eine Beziehung, die
unsere Bevölkerung wirklich umtreibt. Liebe
Freundinnen
und Freunde, Deutschland und Frankreich haben so enge Beziehungen, dass wir einen Kooperations- und Integrationsvertrag haben, den Aachener Vertrag von 2019. Und ich weiß, dass
alle hier
die Verkehrsthemen
sehr am
Herzen liegen. Vielen Dank deshalb noch einmal
für diese Einladung. Vielen Dank
für Ihre Arbeit
auch,
Brigitte. Und an alle Abgeordneten hier. Vielen
Dank bis
hierhin. Ich freue mich jetzt auf die Fragen. Merci, Monsieur le Ministre. Je rende la parole à
Yannick Burry.
Ich gebe das Wort zurück an Yannick Burry.
Vielen Dank, Herr Minister. Wir steigen dann in die Ministeranhörung ein. Es hat jede Fraktion einen Frage-Antwort-Block von jeweils vier, drei oder zwei Minuten, abhängig von der Fraktionsstärke. Das Zeitkontingent umfasst also die Frage und die Antwort. Das heißt, umso höher das Erkenntnisinteresse der Frage ist, umso kürzer empfiehlt es sich, die Frage zu stellen, damit die Minister auch die Möglichkeit haben, dann darauf zu antworten. Die Zeit wird auf der Redezeituhr angezeigt.
Und die jeweiligen Fragesteller werden gleichzeitig auch gebeten, dass sie kurz sagen, an welchen der beiden Minister sich die Frage richtet, damit es dann mit der Beantwortung auch effizient vonstatten gehen kann. Und es beginnt mit der ersten Frage für die CDU-CSU-Fraktion, Frau Dr. Kressle.
Ja, vielen Dank für den Austausch. Sehr interessant. Die Wahrheit ist konkret. Zwei Fragen. Die eine betrifft, Herr Minister Schnieder, ICS-Strecke Paris-Frankfurt. In einer am 4. März 2026 veröffentlichten Resolution hat der Euro-Distrikt Saar-Moselle auf die Verschlechterung der Hochgeschwindigkeitsverbindungen Vorbach-Saarbrücken hingewiesen. Das ist ja ein wichtiges Symbol der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Welche gemeinsamen Maßnahmen beabsichtigen die deutsche und die französische Regierung, damit es Investitionen gibt, damit die Verbindung vorankommt, sie dauerhaft sichert, Erhalt
und
natürlich die Weiterentwicklung der Halde in Vorbach und auch in Saarbrücken zu geben.
Und
zweitens die Verbindung Freiburg-Kollmar,
auch
ein im Aachener Vertrag vereinbartes Projekt.
Das
steht jetzt an der Schwelle zur Leistungsphase 2.
Und
die Kostenreduzierungsstudie zeigt nun, dass das Projekt deutlich günstiger ist als gedacht.
Jetzt
kommt es halt darauf an, die weiteren Schritte zu machen. Welche Verständigung gibt es über Brückenbauwerke? Und können wir eine Verständigung erwarten? Und wenn ja, wann? Und wenn beide antworten könnten, wäre super, danke.
Herr
Minister.
Dann
wird es ja jetzt ganz eng, weil ich dem Kollegen noch was übrig lassen muss. Zum ICE, zur Schnellbahnverbindung
Paris
-Frankfurt. Das ist die POS Nord, die da vor allen Dingen betroffen ist.
Dort
haben wir im Jahre 2019 den Ausbau der Infrastruktur,
der
Schieneninfrastruktur vorgenommen und baulich fertiggestellt.
Was
ganz entscheidend ist, ist jetzt der Ausbau der Stellwerke
in
Landstuhl-Kaiserslautern und Hochspeyer. Wir gehen davon aus, dass die Inbetriebnahme bis Ende 2027 dort erfolgen kann. Und ETCS bis 2029 spätestens installiert ist. Damit haben wir dann die Interoperabilität
gegeben
und auch die Möglichkeit, die Strecke mit höherer Geschwindigkeit
letztlich
zu befahren. Und weil diese Strecke uns wichtig ist, werden wir uns natürlich über die
genannten
Halte und Stationen dort miteinander unterhalten werden, damit hier auch der volle Nutzen dieser Verbindung gegeben ist. Zu Freiburg-Kollmar, das ist im Zusammenhang mit dem Aachener Vertrag genannt.
Wir
stehen zu dieser Vereinbarung. In der Tat, die jüngsten Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit, zur Kostendämpfung, das kann ich jedenfalls für deutsche Seite sagen, sehen recht positiv aus. Und deshalb steht das für uns im Moment auch nicht in Frage. Das würde finanziert, weil es eine Nahverkehrsstrecke ist, über das GVFG würde der Bund bis
mit
bis zu 90 Prozent fördern. Über die Brücke selbst sind Einzelheiten noch nicht verhandelt. Aber ich biete gerne an, dass wir auch auf der Ebene der Minister bzw. der Ministerien noch mal ins Gespräch darüber kommen, wie wir die nächsten Schritte jetzt machen. Von unserer Seite sieht das also sehr positiv aus, das umzusetzen. Ja, vielen Dank. Es
geht hier ja insgesamt
um grenzüberschreitende Verbindungen. Und ich weiß, dass das die Frage ist, die Sie sehr interessiert. Ich habe es ja auch gesagt in meiner Einführung. Es gibt schwierige, komplexe Themen. Wir beide haben die größten Schienennetze, in die wir investieren müssen, um den Rückstand aufzuholen. Wir müssen versuchen, die Mittel aufzutreiben, um das zu machen. Ich habe ja über das Rahmengesetz gesprochen, nicht um Werbung für mich zu machen, sondern weil das wirklich so ist, dass wir 4,5 Milliarden Euro brauchen für die Modernisierung und Instandsetzung der Schienen und der Gleise. Und deshalb müssen wir einige Linienverbindungen schließen, um überhaupt das alles finanzieren zu können.
Wichtig ist natürlich hier auch der grenzüberschreitende Kontext und die Zusagen, die gemacht wurden von beiden Ländern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Aachener Vertrag. Es wurden hier zwei Projekte genannt und ich unterstütze das, was Patrick gesagt hat. Das sind ehrgeizige Projekte in unserer Zusammenarbeit, insbesondere für die Region Grand Est und die drei betroffenen deutschen Bundesländer. Es geht darum, ein Bahnangebot mit sieben Verbindungen, grenzüberschreitenden Verbindungen zu schaffen, mit harmonisierten Ticketpreisen. Ich freue mich über das, was bereits alles gemacht wurde. Es wurde bereits Rollmaterial geliefert.
Es wurde die Kompatibilität sichergestellt beim Rollmaterial für das deutsche und französische Schienennetz. 380 Millionen Euro wurden hier finanziert durch die Region Grand Est und die Partner. Es geht auch vor allem um die Zulassung der Regiolisse-Züge, Bremssysteme und so weiter. Aber das Ergebnis ist da. Wir machen Fortschritte. Es geht voran bei der Interoperabilität. Das
heißt, das
beim Rollmaterial vielleicht noch
ganz
kurz zu Colmar Freiburg. Das steht ja, wie gesagt, im Rahmen des Aachener Vertrags. Wir wollen versuchen, möglichst wenig Linienverbindungen zu schließen und diejenigen, die ausgesucht wurden, dass sie erhalten bleiben müssen, unterstützt werden. Wir versuchen, hier eine Kostensenkung
zu erreichen,
eine Kostenoptimierung zu erreichen. Es gibt einen Leitungsausschuss, der trifft sich, glaube ich, am 6. Juli noch einmal zu diesem Thema unter dem Vorsitz des Präfekten der Region. Und dann wird
es
auch Aussagen geben, wie der Einstieg in die nächste Projektphase erfolgen kann. Es gab ja ein Kostenmodell. Die Kosten waren aber viel zu hoch, die man damals festgelegt hatte. Und es gibt neuere Studien, die werden im Juli vorgelegt. Und dann werden wir zusammen mit der Region,
die
dafür zuständig ist, sehen, wie es hier weiter vorangehen kann. Vielen Dank. Ich weiß, dass dieses Thema für Sie sehr wichtig ist.
Vielen
Dank. Die nächste Frage, ebenfalls für vier Minuten für die AfD, stellt Herr Balten. Und dann wäre es super, wenn Sie jetzt auch Ihre Frage stellen. Dann bleiben wir nämlich bis an der Zeit.
Sehr
schön. Vielen Dank für das Wort, sehr geehrter Herr Minister Schnieder. Welchen Sachstand gibt es bei der Vergabe von europäischen Fördermitteln für die Bahnstrecke Freiburg-Kollmar? Warum ist es nicht in den vergangenen Fazilitäten Connecting Europe, CEF, berücksichtigt worden? Insbesondere, weil die deutsche Seite bzw. das Verkehrsministerium Baden-Württemberg bei einem Gutachten dem Streckenausbau ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis bescheinigt hat. Zweitens. Welche besonderen militärspezifischen Anpassungen gab es im Rahmen von CEF 3? Wo ist der Bedarf der Sanierung, eines Ausbaus oder Anpassung der europäischen Infrastruktur für Militärlogistik am meisten von Nöten und weshalb?
Und eine ganz besondere Frage, da würde ich mich auch fragen im Bereich des Ausbaus, wie das aussieht. Welche Auswirkungen hat die Verzögerung vom Bau von Stuttgart 21 auf dem Planungshorizont der deutschen Bahnverbindungen? Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn ist ja aktuell Europa und weltweit bekannt. Also welche Lehren werden aus diesem Baudesaster gezogen und für den Ausbau der Bahninfrastruktur zu unseren Nachbarn gezogen? Vielen Dank.
Die
Frage war an Minister Schnieder gerichtet. Dann Herr Minister bitte zur Beantwortung.
Im
Rahmen von CEF 3 werden
auch
in Zukunft, das ist ja noch nicht festgezogen, aber werden in Zukunft vor allem die, nach unserer Vorstellung, die Korridore bedient, wie das im Moment auch im Rahmen der CEF-Studie dabei ist. Und das sind die Projekte auf dem TEN-V.
Und
dazu gehört die von Ihnen genannte Linie nicht. Und deshalb
ist
das zunächst einmal nicht förderfähig. Die Kommission schlägt für die Zukunft ebenfalls vor, dass wir regionale und nationale Partnerschaftspläne erstellen können, in denen die Länder Fördermöglichkeiten
für
grenzüberschreitende Verbindungen auch außerhalb der
TEN
-V-Korridore schaffen können. Und es bleibt abzuwarten, ob das a. so kommt und b. ob das dann auch in Anspruch genommen wird. Eine Überprüfung der geltenden TEN-V-Verordnung ist frühestens ab 2033 denkbar. Davor ist das rechtlich ausgeschlossen.
Zum
militärischen Ausbau. Eine CEF-Förderung bezüglich militärischer Mobilität ist an enge Förderbedingungen geknüpft. Unter anderem lag er auf einem der definierten militärischen Mobilitätskorridore, sowie Erfüllung der zusätzlichen technischen Anforderungen an Dual-Use-Infrastrukturen.
Und
das bezieht sich natürlich auf alle Nachbarländer, die wir zu Deutschland haben. Deshalb kann ich das hier auf deutsch-französische Verbindungen zunächst nicht einschränken. Und die Auswirkungen Stuttgart 21 auf Planungen mit Verbindungen zu Nachbarn
lassen
sich aus meiner Sicht kaum absehen. Das betrifft die direkten Anbindungen. Wenn ich an die Gäubahn denke, werden wir noch sehen, ob das Auswirkungen hat. Das wären die Verbindungen in die Schweiz. Weitere Auswirkungen sehe ich im Moment nicht. Das werden wir aber uns intensiv anschauen.
Aber
welche Lehren werden jetzt gezogen aus dem Baudesaster?
Wir
haben
eine Frage-Antwort-Block jedes Mal.
Kann
man noch mal nachfragen?
Okay,
dann eine
kurze Nachfrage.
Ja,
habe ich ja schon gerade gefragt. Also welche Lehren werden jetzt gezogen? Was für ein Monitoring gibt es jetzt, um zukünftig solche Fehler zu vermeiden? Vielen Dank.
Das
ist eine Frage, die Sie vor allem Land, Stadt und Bahn stellen müssen. Das besprechen wir gerne mit denen zusammen. Das ist ein komplexer Vorgang. Und dann werden wir schauen, welche Lehren wir da insgesamt rauszuziehen haben.
Monsieur
le Ministre Baruch. Vielleicht noch
eine kleine Ergänzung zu dem, was Patrick Schnieder
gesagt
hat. Kolmar Freiburg
gehört nicht
zu
den TEN
-V, ist also nicht förderfähig
nach der Fazilität, dass die Voraussetzungen, die Standards
sind, zu
anspruchsvoll und in den regionalen Partnerschaftsplänen wird man dann gucken, was man hier bei der Instandsetzung tun kann. Vielen Dank. Jetzt hat
Herr Michel Guignot das Wort für
den Rassemblement
National.
Vier Minuten für die Frage und die Antwort. Herr Guignot.
Er
ist zugeschaltet, allerdings
hören
wir ihn
aktuell
noch nicht. Andernfalls
schlage
ich vor, weiterzumachen und zunächst das technische Problem mit ihm zu lösen.
Zunächst
gebe ich aber Yannick Burry noch einmal das Wort.
Vielen Dank für die SPD-Fraktion und vier Minuten Frau Kade-Mathuri.
Vielen Dank,
Herr
Minister Tabarro, dass Sie uns zur Verfügung stehen. Ich bin nicht nur Verkehrspolitikerin, sondern auch Baden-Württembergerin. Insofern wird deutsch-französischer, grenzüberschreitenden Verkehr sehr eng befasst. Und dahingehend auch meine Fragen. Es wurden ja etliche Projekte angesprochen. Sie sind sehr komplex. Braucht es deshalb aus Ihrer Sicht vielleicht verbindlichere deutsch-französische Strukturen, wie eine gemeinsame Koordinierungsstelle und regelmäßige Fortschrittsberichte, damit wir in diese komplexe Planung vielleicht noch zielgerichteter vorantreiben können.
Und sehen Sie auch eine Möglichkeit, dass wir uns gemeinsam bei der EU stark machen, dass diese ja sehr praktisches Umsetzen von europäischer Zusammenarbeit auch stärker finanziell gefördert wird seitens der Europäischen Union. Und eine weitere Frage betrifft die Automobilindustrie, die Sie ja auch selbst angesprochen haben. Die ist zurzeit stark unter Druck und mitten in der Transformation. Wie sehen Sie aktuell die Rahmenbedingungen gegeben, um der Elektromobilität in Europa zum Erfolg zu verhelfen? Sei es, wenn es um CO2-Flottengrenzwerte, Ladeinfrastruktur oder generell die Elektrifizierung des Verkehrs gibt.
Und wie bewerten Sie auch die Vorschläge der EU, um unsere Industrie dahingehend zu schützen und zu unterstützen, sich gegen unfairen Wettbewerb aus Fernost durchzusetzen? Und können wir da auch noch mal besser zusammenarbeiten? Vielen Dank.
Die
Frage war an Herrn Tabarro. Genau, an Herrn Tabarro.
Herr
Minister. Frau
Abgeordnete, zur ersten Frage.
Es
gibt
bereits einen Grenzüberschreitenden Lenkungsausschuss, der
sich auch regelmäßig
zusammenfindet zu diesen Themen. Auf europäischer Ebene ist
es natürlich wichtig,
dass wir
eine ambitionierte
Schienenpolitik verfolgen.
Und
ich kann Ihnen auch
zusichern, dass das geschieht.
Wir sind in
engem Austausch mit
Ihren
Vertreterinnen und Vertretern.
Jetzt
aber zum Teil der Automobilindustrie und
insgesamt der Elektrifizierung, da
kann ich jetzt nicht
ins Detail gehen. Aber
wir sehen aktuell
diesen
Krieg im Nahen Osten
und
weder
Ihr Land noch unser Land hat
diesen Krieg
gewünscht, aber wir leiden
unter den
Folgen. Ich glaube, es gibt doch
Lehren, die wir daraus ziehen können. Wenn
dieser
Krieg einmal zum
Ende kommt, dann, wir
wissen ja nicht,
wann das ist.
Herr Trump äußert sich ja
jeden Tag anders in
dieser
Hinsicht. Und ich hoffe natürlich, dass es bald ein Ende des Krieges gibt. Und ich
freue mich,
dass unsere Länder hier auf derselben Wellenlänge sind und dass wir immer wieder für Deeskalation plädieren, um die Regionen zu befrieden. Denn
das hat sehr schwerwiegende
Auswirkungen auf
unsere Wirtschaft,
insbesondere denke ich hier
an unsere Bürgerinnen und Bürger, denn wir
sind noch zu abhängig
von
fossilen Energieträgern. All
das
ist eine Frage, wie
gesagt, der Abhängigkeit. Und ich glaube,
wir liefern schon kurzfristige Antworten
in
unseren Ländern, die nicht unbedingt abgestimmt sind. Das habe ich auch bei der Ratssitzung
gesagt. Das
bedauere ich, dass es in
Europa hier
keine weitreichende Abstimmung gibt.
Wir haben
vielleicht weitreichendere Möglichkeiten als andere
Länder.
Wir wollen manche Sektoren stärken. Aber
es ist
bedauernswert, dass wir uns
bei deren
Antworten
und bei der Reaktion nicht abgestimmt haben.
In der
gesamten Europäischen Union,
nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich.
Insgesamt
ist die Elektrifizierung natürlich mittelfristig
und
langfristig die notwendige Antwort, um unsere Abhängigkeit von gewissen
Ländern zu reduzieren,
die
uns
für
exorbitante
Preise Öl
und
Gas verkaufen. Wir
müssen
aus dieser Abhängigkeit herauskommen. Und natürlich gibt es dann
auch die
Umweltkomponente, die alle verstehen. Aber die
Frage der
Souveränität ist wirklich entscheidend.
Denn unser
Premierminister hat es gesagt. Wir müssen
diese
Abhängigkeit beenden. In Frankreich müssen wir
insbesondere
die Möglichkeit aufzeigen, mit Atomstrom, Energie zu
produzieren,
Strom zu produzieren,
der günstig ist und
der es
uns
ermöglicht, die
Ziele,
die wir uns gesteckt haben, einzuhalten. Ich weiß, auf Europäischer Union ist das Ziel bis 2035
sehr
schwierig für die Automobilwirtschaft. Aber wir hatten Zeit,
uns zu
organisieren. Und wir tun das auch weiterhin. Wir müssen jetzt nicht wieder zurückgehen
und
müssen einfach die notwendigen Änderungen vornehmen. Es ist wichtig, hier wirklich bis zum Ende zu gehen.
Und dazu müssen wir
die Anstrengungen der
Europäer und Europäer
würdigen. Wir
müssen
die Ladesäulen ausbauen.
In
Deutschland und Frankreich haben wir einen Plan, diese zu verfünffachen
in den nächsten Jahren.
Und wenn
ich jetzt
sehe, wie viele E-Fahrzeuge in Frankreich verkauft werden seit dem ersten Quartal eine Zunahme von 55 Prozent
im Vergleich
zum Vorjahr, dann denke ich, wir sind hier auf dem richtigen Weg. Den müssen wir
auch
weiter
beschreiten.
Und
eine
europäische Antwort ist
erforderlich.
Es
muss
Beihilfen
für den ökologischen Übergang geben bei LKW, aber
auch in
anderen
Bereichen. Und für
leichte Nutzfahrzeuge, da müssen wir ebenfalls vorankommen,
damit diese
auch in Europa
produziert werden
können. Das ist meiner Meinung nach ganz essentiell.
Denn
andere Länder
wollen
dafür sorgen,
dass wir wirtschaftlich wiederum von ihnen abhängig sind. Also nicht nur in Bezug auf die Energie, sondern auch in
anderen
Wirtschaftsbereichen. Und das müssen wir verhindern. Vielen Dank,
Herr Minister.
Noch
eine
Anmerkung. Unser
Kollege
Guignot wird
auf seine Frage
verzichten
aus
technischen Gründen. Jetzt
werde ich eine Frage stellen für die Fraktion ÖPR an beide Minister.
Im Aachener Vertrag
wird die
deutsch-französische Zusammenarbeit im Verkehr gestärkt. Auch beim letzten deutsch-französischen Ministerrat in
Toulon wurde dieses Thema auf die Agenda gesetzt. Aber die
Schienenverbindung zwischen Colmar und Freiburg ist nach wie vor unterbrochen. Seit 1944, als sie zerstört wurde.
Der
Wiederaufbau dieser Linie
ist
notwendig
zum einen, aber
auch ein starkes Symbol für die deutsch-französische Freundschaft. Es
gibt
eine Studie,
die jetzt durchgeführt wurde. Wir wissen,
dass die Kosten
auf
französischer Seite um 30 Prozent gesenkt
werden können. Das
hat
diese Studie gezeigt. Und diese Verbindung
würde das Leben
der Menschen vor Ort verändern.
Wir
haben ja jetzt schon einige Antworten zu diesem Thema geliefert.
Und es gab Studien, wie gesagt, die schon 2017
auf den
Weg gebracht wurden. Im Zusammenhang haben wir auch mit dem Umbau von
Vessenheim.
Und der Staatssekretär der Zeit,
Sébastien LeCornu,
hat es damals auf den Weg gebracht. Jetzt sind neun Jahre vergangen. Und ich frage mich, wie ist der Stand der Dinge? Können wir hoffen, dass die beiden Minister sich zusammensetzen, um eine gemeinsame Lösung und Entscheidung zu finden? Ja, sehr gerne.
Ich konnte ja schon darauf
eingehen. Es gibt
den
Lenkungsausschuss,
das ist aber nicht
am 6. Juli, sondern
am 7. Juli.
Das
war gerade eine
falsche
Information.
Wir müssen hier ja ganz genau sein. Ah
nein, es
ist doch
am 6.
Naja,
hier erhalte ich dreimal unterschiedliche Angaben.
Also jedenfalls
am
6. oder
am 7. Juli wird es eine Sitzung des Lenkungsausschusses geben.
In
jedem Fall dauert es natürlich etwas, aber Frau Abgeordnete,
ich habe
gesehen, welche
Summen
notwendig sind für die Wiedereröffnung der
Verbindung. Die
Studien haben das ja gezeigt, die seit 2017
durchgeführt
wurden.
Und es wird schwierig,
diese Investitionen zu tätigen,
da wir ja schon ein
Netz von 26.000
Kilometern
in Frankreich haben. Es ist schwierig, zusätzliche Finanzierung
zu
finden für die neue Eröffnung
einer Strecke,
die schon seit sehr, sehr vielen Jahren, wie Sie es gerade gesagt haben, nicht mehr
bedient wird. Es gibt
ja noch den
Schienenverkehr, den Güterverkehr
auf dieser Linie, aber den Personenverkehr nicht mehr.
Und ein anderes
Thema, das nicht in der Kompetenz unserer beiden
Länder
liegt, ist die
Frage,
wie auch die regionalen
Befindlichkeiten
sind. Also die
Region
Grand Est und die deutschen Bundesländer
müssen sich hier
ebenfalls einsetzen. Ich weiß, es ist ein tolles Symbol, ich weiß, dass wird erwartet.
Und
ich glaube, an diesem 6. oder 7. Juli werden dann noch einmal die Umweltstudien auch vorgelegt, um zu schauen, wie das Potenzial für diese Strecke ist. Ich kann
es
Ihnen nicht sagen, ob die Verbindung bald attraktiv sein wird, ob es ein gutes Angebot wird.
Ja,
ausreichend Material gibt.
Wenn
die Strecke beispielsweise sehr langsam ist, dann ist es vielleicht nicht besonders attraktiv, wenn es nur ein, zwei Züge am Tag gibt, auch nicht. Also es stellt sich am Ende die Frage, welches
Angebot
es geben wird und ob
das dann
auch angenommen
wird. Aber
natürlich bleibt das ein Ziel, das wurde im Aachener Vertrag verankert
und
aus diesem Grund
setzen
wir uns weiterhin dafür
ein,
wir werden hier
bis
zum Ende auch daran arbeiten,
mit unserem deutschen Partner.
Bitte
um
eine
sehr
kurze
Ergänzung.
Ja,
ich
kann auf das
zurückgreifen, was ich
ganz schon mal zu
dem Projekt gesagt habe.
Es
zeichnet sich ab, dass auf deutscher Seite die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Wir sehen die Bedeutung so, wie Sie, Frau Vorsitzende, das geschildert haben. Aber ich weiß, dass das natürlich ein großes, anspruchsvolles Projekt ist, das beide Partner betrifft. Auf unserer Seite könnte das in der Tat so aussehen, dass das über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz finanziert wird. Das heißt, das Land ist zwar zuständig, stellt den Antrag, aber wir können als Bund das bis zu 90 % fördern.
Und selbstverständlich stehen wir gerne für weitere Gespräche bereit, wie wir eine Wirtschaftlichkeit insgesamt auch auf französischer Seite vielleicht darstellen können, damit wir hier auch noch mal Schritte weiterkommen. Also Gespräche, glaube ich, sind immer gut, um weitere Schritte unternehmen zu können.
Vielen
Dank, Herr Minister. Für drei Minuten für die Grünen, Schandtal Kopf.
Vielen
herzlichen Dank an die beiden Herren Minister für den heutigen Austausch. Erst mal vorneweg unsere Unterstützung für die Ausführung
von
Herrn Minister Tabarro zum Thema Elektrifizierungsstrategie. Und dass es eine auch abgestimmte Strategie bei Fragen der E-Auto-Förderung braucht. Das sehen wir ganz genauso. Meine Fragen richten sich aber an Herrn Bundesminister Schnieder.
Ich
bin Abgeordnete aus Freiburg. Deswegen wird es jetzt wenig überraschen, dass ich hier noch mal nachhake. Ich finde das sehr begrüßenswert, dass Sie auch, das ist auch eine neue Entwicklung, würde ich sagen, was die Äußerung der Bundesregierung betrifft, auch die Schwierigkeiten auf französischer Seite sehen und da ein Gesprächsangebot gemacht haben. Das ist sehr zu begrüßen. Da würde mich noch mal konkreter interessieren, wie Sie denn, wenn die Studie vorgestellt wird, dann die nächsten Schritte sehen, um über die Finanzierung der Brücken auch zu verhandeln.
Das sehen Sie das innerhalb der klassischen Verkehrsfinanzierungslogik oder können Sie sich vorstellen, zum Beispiel einen Staatsvertrag zu schließen, um dieses Projekt zu finanzieren?
Und
die zweite Frage noch mal zum Thema europäische Förderung etwas übergeordnet, gedacht für Mobilität im Grenzraum insgesamt. Herr Schnieder, Sie haben gesagt, dass man sehen wird, wie die genauen Förderbedingungen zum Beispiel bei CEF dann aussehen werden. Mich würde schon interessieren, für welche konkreten Ideen und Prioritäten Sie sich einsetzen im nächsten EU-Haushalt, was die Ausgestaltung von Interreg vielleicht auch betrifft und anderen Fördermöglichkeiten für die Mobilität im Grenzraum. Dankeschön.
Herr
Minister. Noch mal zu der Strecke Freiburg-Kollmer. Wir müssen die Ergebnisse natürlich jetzt mal schwarz auf weiß haben und begründet haben und sehen. Ich kann ja nur im Moment eine Perspektive nennen. Das, was sich andeutet, das ist bei uns offensichtlich etwas einfacher als auf französischer Seite. Aber es ist ein gemeinsames Projekt und deshalb müssen wir auch gemeinsam schauen,
wo
gibt es Möglichkeiten, es umzusetzen. Und wie gesagt, das muss man im Gespräch dann einfach mal ausloten. Wir werden die Welt nicht neu erfinden können. Wir sind ja auch an unsere Gesetze zunächst mal gebunden. Aber mal schauen, was da dann möglich ist. Ich bin schon froh, wenn wir das für unseren Teil hier regeln können. Die Frage der Brücke ist dann noch mal eine besondere. Die Frage der Brücke ist dann noch mal eine besondere. Und die wird natürlich wahrscheinlich im Zentrum auch eines solchen Gesprächs stehen.
Über
einen Staatsvertrag
rede
ich eigentlich nur oder erst dann, also über den Abschluss, wenn wir die Finanzierung auch klar haben.
Wir
haben im Moment eine Situation mit allen Nachbarn, nahezu allen Nachbarn in Europa, dass wir Staatsverträge haben, aber
die
zum Teil gar nicht finanziert sind und ich immer sehr demütig ins Ausland zu den Nachbarn fahre und die natürlich zu Recht auch einen Staatsvertrag verweisen, den ich aber gar nicht im Moment erfüllen kann. Also insofern, wenn die Finanzierung stehen sollte für so etwas, dann kann man darüber nachdenken, machen wir das über einen Staatsvertrag oder wie stellen wir das insgesamt dar. Zur Mobilität im Grenzraum, also das, was wir über CEF 3 vorhaben, das hängt ja zunächst mal ab von der Dotierung des Programms. Wir reden ja im Moment mal insgesamt über den mittelfristigen Finanzrahmen. Das ist schon sehr streitig.
Wenn es gelingt, dass wir zusätzliche Mittel haben, dann müssen wir die Prioritäten abarbeiten. Die sind ja vorgesehen für CEF 3, dass wir wirklich die wichtigen Fragen angehen. Das sind die großen Korridore, auch im Zusammenhang mit der militärischen Mobilität. Aber es gibt ja Vorschläge, wie wir dann auch in den Regionen hier mit Sonderprogrammen, da sind dann die Nachbarbundesländer auch gefordert, dort operieren können. Und wenn wir dafür auch noch Mittel dann bereitstellen können im Rahmen von CEF 3, soll mir das sehr recht sein. Ich lebe auch in einer Grenzregion, Belgien, Luxemburg, Deutschland.
Und ich weiß, welche Bedeutung das vor Ort hat, gerade da, wo es noch schmerzliche Lücken gibt. Also das kann auch in verkehrlicher Hinsicht, das ist ja der erste Antrieb, aber auch im Rahmen des europäischen Zusammenwachsens natürlich eine sehr wichtige Geschichte sein. Aber nochmal, die Prioritäten müssen wir entsprechend abarbeiten. Und das hängt dann vom gesamten Finanztableau ab, das wir überhaupt zur Verfügung haben dort.
Vielen Dank und für die folgenden, mit Blick auf die Uhr, Fragesteller und Antworten, aber es gilt auch für die Fragesteller bitte der Hinweis auf die Redezeit. Und liebe Brigitte, ich gebe zu euch nach Paris.
Vielen
Dank und ich
gebe weiter an die Kollegin Konrad für die Link. Wir
haben
drei Minuten Frage und Antwort.
Vielen
Dank. Meine Fragen gehen an beide Minister. Wir hatten ja jetzt schon viel über die Bahnverbindungen geredet. Eine Frage, die mich jetzt aber noch besonders interessieren würde, ist, in welchem Rahmen es denn möglich ist und vielleicht auch schon passiert,
dass
man sich im Rahmen einer gemeinsamen Buchungsplattform auch für bezahlbare Tickets einsetzt.
Was
kann man hier tun, um die Preise noch zu reduzieren und Mobilität auch für niedrige und mittlere Einkommen besser zu ermöglichen?
Und
dann hätte ich auch noch eine Frage Richtung E-Mobilität. Sie müssen entschuldigen, falls diese schon gestellt wurde. Ich hatte leider
noch
im Kalender stehen, dass es um neun losgeht.
Allerdings
ist es ja so, dass es ein
gewisses
Ärgernis mit sich bringt,
dass
bei der Ladeinfrastruktur diese etwas Ungleichverteiltes, etwas Uneinheitlich ist. Da wollte ich noch einmal fragen nach einer Harmonisierung von Nutzerzugängen, von Abrechnungssystemen und von Apps
sowie
gemeinsamen Standards bei grenzüberschreitender Elektromobilität auch im Oberrheingebiet.
Welche
Schritte werden denn konkret unternommen, um hier voranzukommen?
Gibt
es da möglicherweise schon einen konkreten Zeitplan für den gleichmäßigen Ausbau von Ladeinfrastruktur? Und wird hier vielleicht sogar schon mit Drittstaaten über eine Harmonisierung geredet?
Jetzt
müssen beide Minister in einer Minute 30 antworten.
Herr
Minister Schnieder.
Ja,
bezahlbare Tickets,
grenzüberschreitend, das ist bei uns ja schon problematisch. Wir haben das Deutschland-Ticket als eine besondere Einrichtung dort, aber was die Preise sonst beim
Bahnfahren
angeht, werden diese eigenwirtschaftlich betrieben und berechnet. Das legt nicht wir fest, sondern die Anbieter auf der Strecke. Und das ist meines Wissens in Frankreich genauso, sodass es schwierig ist, dort eine Harmonisierung der Preise hinzubekommen. Was die Ladeinfrastruktur angeht, haben wir die A4-Verordnung, die den Rechtsrahmen darstellt. Und wir haben mit Frankreich zusammen eine Dialogplattform Tank- und Ladeinfrastruktur,
wo
wir uns vor allem über den Ausbau
der
Ladeinfrastruktur grenzüberschreitend abstimmen. Dort werden wir die Einhaltung der distanzbasierten Ziele, die die A4 setzt, bis 2030 eingehalten haben. Also unabhängig von dem, was wir national machen, dann auch im grenzüberschreitenden Kontext diese Berechnungen. Die Harmonisierung der Bezahlsysteme, wir versuchen mal gerade, das steht in unserem Masterplan Ladeinfrastruktur 2030,
diese
Mindestbedingungen, mehr Transparenz, Preistransparenz, Mindestanforderungen an die Ladeinfrastruktur in Deutschland festzusetzen. Das gelingt auch jetzt mit den letzten Ausschreibungen und Errichtungen. Da kenne ich den Stand, ehrlich gesagt, grenzüberschreitend nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob wir darüber schon gesprochen haben. Aber das wäre natürlich auch
dann
im europäischen Maßstab, da gibt die A4 den Rahmen vor. Da bin ich aber jetzt nicht sprechfähig dazu, wie weit wir dort mit Harmonisierungsbestimmungen bei der Transparenz von Preisen zum Beispiel heute schon sind.
Ja, ich habe weniger als 42
Sekunden,
um zu
antworten. Aber mein Kollege hat das auch alles hervorragend beantwortet. Deshalb unterstreiche ich das, was er zu E-Mobilität gesagt hat. Und wir haben davon tatsächlich gesprochen, bevor Sie da waren. Preisliche Attraktivität hat er ebenfalls angesprochen. Das unterstreiche ich.
Es gibt
einen Pass für
Jugendliche
und verschiedene
Möglichkeiten. Ich
würde gerne noch mal über das Ticketing sprechen. Das ist wirklich ein Thema. Es gibt einen Vorschlag der Europäischen Kommission vom 13. Mai. Wir haben am Montag darüber gesprochen mit den Kollegen Verkehrsministern. Es geht um die Organisation, die Buchung der Reisen und
man
soll mehrere Verkehrsträger kombinieren können. Also ein durchgehendes Ticket zu bekommen. Das entspricht auch
dem,
was ich in dem Rahmengesetz in Frankreich vorgesehen habe. Also ein Legislativpaket.
Es
gibt also eine Verpflichtung für die Buchungsplattformen und die Betreiber,
die
sich hier abstimmen müssen. Natürlich führt es hier auch zu technischen Problemen.
Wir hoffen,
dass es eine ausgewogene Lösung geben
wird
und dass wirklich alle Beteiligten, also
die
SNCF in Frankreich, SNCF
Connect, dass
alle mitspielen, damit dieses Angebot unterbreitet werden kann. Zielsetzung ist es ja,
den
Fahrgästen das Leben leichter zu machen.
Vielen
Dank, Herr Minister. Wir haben noch vier Frage-Antwort-Blöcke. Michel Herbillon, Dominique
Valls
-Avintillet und Vincent
Thibault. Michel Herbillon. Ja, vielen Dank,
Frau Vorsitzende, meine Herren Minister, lieber Philippe
Tavarou,
lieber Patrick
Schnieder.
Emmanuel Levinas,
der
Philosoph, hat eine Gesichtsethik entwickelt. Man muss das Gesicht des anderen sehen, um ihn zu kennen und zu verstehen. Und das ist
der Grundsatz für Treffen, in
denen die Aussöhnung
und die
Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich mit der Schaffung des deutsch-französischen Jugendwerks bis hin zu unserer deutsch-französischen Versammlung gelaufen ist. Technologischer Fortschritt ermöglicht es,
uns
in Echtzeit zu sehen, auch wenn wir Hunderte von Kilometern entfernt sind. Aber das ersetzt nicht ein echtes Treffen, eine echte Begegnung. Deshalb freue ich mich auf die nächste echte Sitzung der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung am 22. Juni in Präsenz. Und das Gleiche gilt auch im Verhältnis zu unseren Bürgern. Und wir müssen alles tun, was Begegnungen beiderseits des Rheins ermöglicht. Die Wiedereröffnung des Nachtzugs Paris-Berlin unterstreicht unter anderem, wie stark unser
politischer
Wille von den Umständen abhängt. Im März 2026 wurde diese Verbindung von einem anderen Anbieter wieder angeboten. Ich habe mich sehr dafür eingesetzt. Brigitte Klinkert hat sich
sehr dafür
eingesetzt. Und das zeigt
ja auch,
wie groß das Interesse unserer Bürger ist an dieser symbolhaften Verbindung. Schade, dass diese Verbindung nicht mehr über Straßburg läuft. Eine
Frage
an die beiden Minister. Trotz der technischen und finanziellen Bedingungen, die genannt wurden, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es
für ihre Ministerien, um die direkte
Zugverbindungen zwischen mehreren deutschen und französischen
Städten
zu ermöglichen? Also nicht nur im grenzüberschreitenden Bereich. Brigitte, ich unterstütze alles das,
was du
sagst. Welche direkten
Verbindungen zwischen deutschen
und französischen Städten? Das ist eine logistische
Frage natürlich und eine symbolische Frage.
Und
ist wichtig
für das Gesicht
in
den kommenden Jahren.
Für Deutschland und für Frankreich. Herr
Tavarro.
Ja,
ich weiß, dass das ein Thema, über das viel diskutiert wurde. Ich verstehe das. Ich wurde auch angehört in der
französischen
Nationalversammlung. Und ich
habe mehrfach darüber sprechen können. Michel Herbillon hat es ja auch gerade gesagt. Ich weiß, wie wichtig diese Linie ist, die vor
einiger
Zeit
wieder eröffnet wurde.
Oder auch mit einer Unterstützung, die
vorübergehend
sein
sollte. Also
eine
finanzielle Unterstützung unserer
Länder, um das Projekt
wieder in Gang zu
bringen.
Wir
sind
alle mit
budgetären Problemen
beschäftigt.
Wir
haben die Verantwortung, viel zu sparen
in unseren Ländern.
Und vor
diesem Hintergrund möchte ich noch mal eins in Erinnerung rufen. Denn
die öffentliche
Unterstützung für diese
Nachzüge waren
85 Euro
pro
Ticket. Das heißt, das wird von den Steuerzahlern
finanziert, um diesen
Nachzug zwischen
Berlin
und
Paris nutzen zu können. Und gleichzeitig
geht
es ja darum, nationale Verbindungen,
Nachzüge zu schaffen. Die Nachfrage ist hier hoch, mit
weniger
hohen Kosten. Das sind
budgetäre,
finanzielle Entscheidungen. Natürlich macht man es nie richtig. Aber zwei Dinge wussten wir. Wir wussten, es gibt ein privates Angebot,
das gut
funktioniert, auch wenn es leider nicht über Straßburg
läuft.
Aber European Sleeper bietet das dreimal die Woche an, ohne Subventionen. Diese direkte Verbindung zwischen Paris und Berlin. Und zweitens gibt es eine weitere Lösung, eine
Tagesverbindung,
die gut
funktioniert. Zwischen
Berlin, es gibt diese Tagesverbindung und die funktioniert sehr gut. Deshalb
hat die Entscheidung,
auf diese staatlich unterstützte Nachtverbindung zu verzichten, war
gewusst.
Es gibt einen
privaten Anbieter,
der einspringt und die Tagesverbindung funktioniert gut. Und irgendwann muss man auch eine Entscheidung treffen und 85 Euro pro
Ticket
finanziert durch den Steuerzahler. Wir fanden, das war einfach zu viel.
Und es
gab ja eine Verpflichtung, das mit öffentlichen Geldern zu unterstützen. Patrick hatte die gleiche Reaktion in dieser Frage. Es ging um eine Anschubfinanzierung, eine Anschubhilfe.
Aber
wenn es die nicht mehr gibt, dann geht es nur noch mit einem privaten Angebot. Leider wird das nicht über Straßburg angeboten, das
sehe
ich auch.
Aber wir mussten auch ein
wirtschaftlich tragfähiges Modell finden.
Herr Schnieder, möchten Sie noch etwas hinzufügen?
Ich
kann das nur unterstützen. Wir können
auf Dauer natürlich nicht wirtschaftlich nicht verkehren. Wir können die
verkehre unterstützen. Und
die
Entwicklung zeigt ja nicht nur auf der Strecke, dass das wirtschaftlich funktioniert, sondern
auch
auf anderen Strecken. Stockholm, Berlin gibt es ein Nachzugangebot. Amsterdam, Berlin, Prag. Also das ist dann attraktiv. Und da,
wo
es attraktiv ist, setzt sich das dann auch durch, ohne dass wir dauerhaft staatliche Unterstützung dort bieten. Danke, Frau Vorsitzende, meine Herren Minister, meine Damen und Herren. Bei dem letzten Treffen der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Gesellschaft bin ich mit dem Zug nach Berlin gekommen. Ich habe den gesamten Tag dafür gebraucht, auf dem Hinweg und auf dem Rückweg. Ich höre, was Sie gesagt haben, Herr Tabarro. Aber trotzdem noch mal, wir können
den
Zug nur ausbauen,
wenn
wir vernünftige Preise haben und wirklich mit den Billigflügen mithalten können. Und deshalb begrüße ich Entscheidungen auf europäischer Ebene in diese Richtung. Es geht, es darf hier vor allem auch nicht so viele Verspätungen geben.
Dann
bin ich mit meiner Familie nach Straubing gefahren mit dem
Auto.
Es gab sehr viele Lastwagen, ausländische Lastwagen auf den Autobahnen. Die waren stark ausgelastet dadurch. Die kamen aus Spanien und das ist besorgniserregend unter Sicherheitsgesichtspunkten. Deshalb freue ich mich darüber, dass die Nachtverbindung Paris-Berlin wieder eingeführt wurde. Aber es geht hier auch um ein, nicht nur um ein Symbol, sondern wirklich um eine Integration in die europäischen Verkehrssysteme. Ich kenne die technischen Schwierigkeiten. Aber ich würde gerne wissen, ob Deutschland und Frankreich nicht bereit sind, an einem gemeinsamen Fahrplan, an einem gemeinsamen Roadmap zu arbeiten, um diese Themen voranzubringen.
Beim Gütertransport, Deutschland transportiert viel mehr auf der Schiene als Frankreich. Auch die Dekarbonisierung im Verkehrsbereich, der Verkehrsträgerwechsel ist noch schwach. Wir brauchen hier diese Logistikfragen, die wir zusammen prüfen müssen. Was können wir tun? Brauchen wir einen Pilotkorridor, um Kapazität, Pünktlichkeit des Schienengüterverkehrs zu verbessern? Wir müssen auch die Digitalisierung hier berücksichtigen im Güter
-
und Personenverkehr. Und vor allem müssen wir das nationale Denken überwinden. Wir müssen gemeinsam im deutsch-französischen Tandem hier etwas machen, ehrgeizige europäische Ziele entwickeln für Verkehrsnetze, die es uns ermöglichen, auch unsere
Klimaziele
zu erreichen. Wir brauchen eine koordinierte
Politik, die
überzeugend ist, um auch von dem Straßenanteil im Verkehrswesen wegzukommen. Ich wünsche mir für den Fußball,
dass
der Beste gewinnt. Und wenn Deutschland ins Finale kommt, dann würde ich Deutschland gerne unterstützen. 30 Sekunden für den Minister. Drei Sekunden.
Frau
Abgeordnete, Sie haben sehr viele Themen angesprochen.
Und
all diese
Themen,
dafür bräuchten wir einen gesamten Vormittag, um das ausführlich zu diskutieren. Mich interessiert das auch
sehr, mich
begeistert das, mich besorgt das, all die Themen, die Sie angesprochen haben. Nachzüge komme ich jetzt nicht noch einmal zurück.
Da haben
wir lange
drüber gesprochen. Ich habe auch zu
Herrn Herbillon darauf geantwortet. Ich habe von dem Rahmengesetz gesprochen.
Drei, viermal
habe ich das erwähnt. Das ist für mich wichtig, weil ich keine andere
Möglichkeit
sehe, um die
Anbindungen
und die Verbindungen in unserem Land zu unterstützen. Wir müssen massiv ins Schienennetz investieren.
Heute
sind es etwa drei Milliarden. Das reicht nicht. Ich wünsche mir und ich freue mich, dass der Premierminister das unterstützt. In Zusammenarbeit mit SNCF
-RESO,
diese Investitionen sollen ansteigen.
Wir
steigen auf 4,5 Milliarden Euro. Das geht also
eher
in
die
Richtung dessen, was benötigt wird. Das sind also 1,5 Milliarden zusätzlich. Und die werden finanziert durch
zusätzliche
Einnahmen aus der Autobahnmaut, um das, also eine Art Solidarität
zwischen den
Verkehrsträgern zu haben, in Richtung Schiene. Das Schienennetz ist einzigartig
und das
werden wir machen, was
jetzt den
Schienengüterverkehr angeht. Auch das ist ein Ziel,
wo
wir uns
mit
großer Bewunderung anschauen, was Deutschland macht. Wir hinken dort hinterher. Auch in Deutschland gibt es Beschränkungen für den Straßenverkehr, eine Ökobesteuerung. Das heißt, man merkt auch die Auswirkungen
solcher Initiativen, die ich
damals, als ich Berichterstatter war für dieses
Thema, ich
habe ermöglicht,
dass man
im Grenzgebiet
die Möglichkeit
hat, solche Initiativen umzusetzen,
um
die Auswirkungen abfedern zu können. Und auch mit anderen Ländern, zum Beispiel mit Spanien. Dort sind die Autobahnen kostenlos. Das hilft uns natürlich nicht, weil es gibt den Transitverkehr auf dem gesamten europäischen Kontinent. So,
noch
abschließend
vielleicht zu
diesem
Thema.
Wir haben koordinierte Ansätze,
Deutschland
und Frankreich zusammen und
auch im Rahmen der
Europäischen Union. Gemeinsame Ansätze bei den TENV, bei den Güterverkehrskorridoren.
Vor
kurzem war ich mit dem deutschen und dem polnischen Minister im Rahmen des Weimarer Dreiecks, mit
diesen
beiden anderen Kollegen haben wir verabredet, gemeinsam an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Diese Zusammenarbeit, es
gibt sie, sie besteht.
Und auch in unseren eigenen Ländern müssen wir
natürlich
schauen, welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die
richtigen
Entscheidungen dort
zu
treffen,
wo sie notwendig sind für die Sicherheit
und für die Qualität des Dienstleistungsangebots. Danke.
Wir
haben kaum noch Zeit, aber vielleicht
noch,
Herr Minister Schnieder.
Also
ich kann mich den Worten meines Kollegen anschließen. Ich möchte auf den letzten Punkt, den hätte ich nämlich auch gesagt, noch mal eingehen. Wir waren beide in Warschau
mit
dem polnischen Kollegen zusammen, der diese Verbindung Paris-Berlin ebenfalls als attraktiv empfindet.
Und
wir haben uns nicht nur vereinbart, dass wir die Verbindung versuchen auszubauen und zu verbessern, sondern sie auch zu erweitern nach Warschau. Und da sieht man, dass wir auf EU-Ebene hier sehr intensiv an dieser grenzüberschreitenden Mobilität arbeiten. Und wir sind in Deutschland und in Frankreich sicherlich mit bei denen, die das
sehr stark vorantreiben. Ich habe
einen
Zug, liebe Sabine, um nach Brüssel zu fahren.
Selbst
wenn ich mit dem Präsidenten der SNCF
fahre,
sollten wir dann nicht zu
spät sein. Der Zug wird trotzdem ohne uns fahren. Ja, ich wollte nur kurz etwas fragen zur militärischen Mobilität. Das wurde ja angesprochen. Es gibt dieses Maßnahmenpaket, das die Europäische Kommission vorgeschlagen hat. Und im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen muss das auch berücksichtigt werden,
in 5 Milliarden Euro,
17
,5 Milliarden Euro. Die Frage
stellt
sich jetzt, ob das nicht zu wenig ist. Was
denken Sie dazu? Vielen Dank, Vincent Thiebaud,
vielleicht gleich
noch
für ein paar
Sekunden. Ja,
ganz kurz, es wurde ja auch schon viel
gesagt. Vielen
Dank, Frau
Vorsitzende,
vielen Dank, meine Herren Minister.
Aufgrund der schlechten Tonqualität
kann
keine vollständige Verdolmetschung gewährleistet werden. Die Frage bezieht sich auf Wasserstoff. Welche gemeinsamen Visionen haben Sie hierfür? Ich
werde
vielleicht
zuerst antworten und am Ende
kann
mein Kollege natürlich auch noch ergänzen, Minister Sabine, zur Frage der
Finanzierung. Wenn
wir
auf 4
,5 Milliarden
Euro kommen, dann wäre das schon
gut,
aber es ist natürlich nie genug,
denn wir
haben diesen Rückstau. Wir
müssen modernisieren. Es gibt Regionen,
die Projekte
umsetzen
wollen, die Strecken
aufleben lassen
wollen, aber wenn wir bei
der
Finanzierung eine
gewisse Steigerung
erreichen, dann
ist das schon
sinnvoll. Natürlich müssen wir trotzdem auch in die Umsetzung kommen. Auf deutscher Seite wurden ja auch große Erneuerungsmaßnahmen
aufgelegt,
um
das Netz zu sanieren.
Und die Frage ist,
wann man das macht. Man
kann
es nachts machen,
man
kann
Linien sperren für
Monate, was natürlich auch wiederum große Auswirkungen hat.
Das
Wichtige
wäre, dass wir von 3
Milliarden auf
4,5 Milliarden kommen beim
Budget.
Und ich
werde
dann vielleicht nicht mehr in der Verantwortung sein, aber dann kann ich sagen, das habe ich erreicht.
Also das wäre
ein
Ziel für
mich, von 3 auf 4,5 Milliarden zu kommen. Dann wurde jetzt gerade das Thema Wasserstoff angesprochen, denn das funktioniert zum Teil anderswo besser. Bei uns gibt
es
Regionen, die schon hier Experimente
durchgeführt haben. Und erste Testläufe,
beispielsweise
auch Batteriezüge, also es gibt nicht nur Wasserstoffzüge, die getestet werden, sondern auch
batteriebetriebene Züge. Ich
kann jetzt nicht so
viel sagen zum
Thema
Wasserstoff, aber vielleicht
kann mein
deutscher Kollege noch etwas
dazu sagen, denn ich muss jetzt wirklich
leider los, um meinen Zug nicht zu verpassen. Ich
hoffe,
dass er pünktlich kommt, da die
französischen Züge natürlich immer sehr pünktlich sind.
Vielen
Dank in jedem Fall für die Einladung, für den Austausch.
Und ich hoffe, dass
wir das noch einmal
wiederholen können.
Vielen
Dank, Herr Minister, und gute Reise. Herr Minister Schnieder, vielleicht möchten Sie
noch
zu diesen
beiden Themen
ergänzen. Zum einen Sabine Thier und Vincent Thiebaud. Zur Frage der militärischen Mobilität und ob CEF III mit etwa 5 Milliarden dort ausreichend finanziert wäre.
Es
kann immer mehr sein, vor allem, weil wir das ja nicht alleine unter militärischen Gesichtspunkten sehen, sondern es in der Regel ja Dual-Use-Geschichten sind, die spielen auf die Mobilität insgesamt ein. Es wird vor allem darauf ankommen, dass wir das klug miteinander verbinden, was an Bedarfen da ist und was wir vor allem für militärische Mobilität in erster Linie benötigen. Das betrifft eben vor allem die großen Korridore,
die
da sind. Und das müssen wir entsprechend dann ausloten. Entscheidend wird
am
Ende sein, wie groß der gesamte Rahmen in CEF III sein wird. Und dann wird man prioritär abstufen müssen. Deshalb ist das schwierig abzusehen heute,
wo
man da landet und was sinnvoll ist
für
diesen Bereich.
Was
Wasserstoff angeht, gibt es meines Wissens Regionalkooperationen. Das läuft über die Bundesländer. Auf Bundesebene und mit Frankreich haben wir meines Wissens kein direktes Wasserstoffprojekt.
Aber
das kann ich jetzt mit Bestimmtheit nicht sagen.
Ja,
vielen Dank, Herr Minister. Und wir sind damit am Ende der Fraktionsreihe und am Ende der Anhörung. Ich darf, sehr geehrter Herr Minister Schrieder, Ihnen und in Abwesenheit, Herr Minister Tabarro, sehr herzlich danken, dass Sie für diese Anhörung heute Vormittag zur Verfügung gestanden sind, die Fragen
der
Kolleginnen und Kollegen beantwortet haben. Und gleichzeitig, liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihnen sehr herzlich danken für die Teilnahme an der Anhörung heute Morgen. Und ich glaube, es ist deutlich geworden, dass gerade auch die deutsch-französische Parlamentarische Versammlung ein großes Interesse hat an den grenzüberschreitenden Verkehr, an der grenzüberschreitenden Infrastruktur. Und es wird sicherlich auch ein Thema sein, was die Arbeit der Versammlung weiter begleitet wird. Und wo diese Anhörung heute Vormittag, glaube ich, ja, eine gute Grundlage, ein guter weiterer Schritt auf diesem Weg für auch diesen Aspekt der Arbeit der Versammlung gewesen ist.
Deswegen nochmals, sehr geehrter Herr Minister, liebe Kolleginnen und Kollegen, ein herzliches Dankeschön für die Teilnahme an der Anhörung. Liebe Brigitte.
Danke,
lieber Janik, vielen Dank,
Herr
Minister, für die
Antworten, die Sie geliefert haben. Ich möchte mich
entschuldigen bei den letzten beiden
Kolleginnen, die noch Frage stellen
konnten, dass wir
das jetzt so schnell abhandeln mussten. Vielen Dank auch an die Verwaltung,
an die
Dolmetscherinnen und an Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen auf deutsch- und französischer Seite. Wir freuen uns, dass wir uns
am
Montag, 22. Juni, für unsere gemeinsame Sitzung hier in Paris zusammenfinden werden,
in
der Assemblée
Nationale.
Und
am
Abend werden
wir dann auch in
gemütlicher Runde noch einmal zusammenkommen können. Janik, ich gebe dir noch einmal das Wort, um die Sitzung zu schließen.
Ja,
dann darf ich unsere Anhörung schließen. Und liebe Brigitte, liebe Kolleginnen und Kollegen in Paris, wir freuen uns sehr darauf, am 22. Juni in Paris wieder zu Gast sein zu dürfen, zur regulären Sitzung. Wir freuen uns auf das Programm, was ihr vorbereitet habt. Wir haben eine ganze Reihe von Vorlagen, die es dann auch zu beraten gilt. Es wird auch eine politisch intensive Sitzung werden, so wie es für diese Versammlung auch der Fall sein soll. Deswegen schon mal im Voraus ein herzliches. Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen am 22. Juni. Ich schließe die Sitzung und wünsche allen einen schönen Tag.