Vinyl DJ Interview with Daniel Paul - VINYL MATTERS 040
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Bonjour
et bienvenue au Vinyl Matters Podcast, ici à nous en Matter-of-fact.
Nous
avons aujourd'hui Daniel Paul ici, a.k.a. Il y a pas
de déjeuner.
A.k.a. DJ Pierre.
A
.k.a. DJ Pierre. Bienvenue au Vinyl Matters Podcast, ici à Matter-of-fact. Nous avons aujourd'hui Daniel Paul ici, a.k.a. Cap Drivers, Base Cap, Cabinette Records. Acadien Records, Eclipse, willkommen bei Matter of Fact. Hi.
Direkt
aus Berlin angereist, a
.k
.a. Il
y a un
très beau, fluffy, as tu tu le nom nom ? Oui,
c'est
un vrai, c
'est
un vrai,
c
'est un beau,
pour l'œil. Voilà,
c'est un beau.
C
'est un beau, c'est un
premier, c'est un
nouveau.
C'est un beau, c
'est
un beau,
c'est
un beau, c
'est un
très beau.
Il y a ungroup,
c'est un grand
avec un BK d'après-midi. C'est le seul, c'est un peu... Ça a un peu... Au moins Daniel, il a été aussi mal au contraire. C'était un génial. Je vous souhaite que
vous a plu.
Bienvenue.
Comment
ça va ?
Bien. C
'est
bon. C'est
bon.
C'est
bon. C
'est
aussi une
bonne voiture. Comme vous le
souhaitez.
J
'espère que vous avez été
wünscht. Mir geht's gut, danke. Bitteschön.
Mir geht's auch gut. J'ai eu hier um 10 Uhr Feierabend gehabt. Heute Morgen um 8 Uhr weiter gemacht.
Die
Tage
sind
manchmal etwas lang. Selbstständig. Selbst und ständig. Und
es
ist wichtig, dass das Backend immer läuft. Die Computersoftware, alles sowas. Und wenn dann Fehler auftritt, dann muss man natürlich gucken, dass man so lange wie möglich irgendwie
hier
ist. Das
macht
bald die KI.
Genau,
das macht bald die KI. Mein zweites Gehirn. Die bringt mir dann auch den Kaffee und sowas. Ja, Kabinett-Records. Ist euch sicherlich ein Begriff. Also mir auf jeden Fall. Wir sind jetzt bei
Nummer...
70. 70, ne? Hast du gerade letzte Woche gesendet.
Genau. With a Basscap. 70. Mit wieder schön funky dubbigen Stuff.
Genau. Vertreiben wir auch.
Wir
haben auch gerade ein paar schöne, viele Represses gemacht. Die auch wunderbar gelaufen sind jetzt über Weihnachten. Und die letzte war die 69. Jetzt die 70. Wieder eine schöne Basscap, wie du gesagt hast. Geniales Label. Kennt ihr sicherlich. Es ist eins der Label, das wir irgendwie... Ich weiß gar nicht. Wann habt ihr... Wann wurde es gegründet?
Erzähl mal
was über Kabinett-Records.
Uiuiui.
Da
kann ich lange ausholen. Ähm... 1994. 1994.
Ja. Was
war die 001?
Weißt du was?
Eine Horseshoe. Das war einfach ein Sammelsorium von Trex, die wir so nach der Arbeit, also nach dem Plattenladen, Magic Point, dann immer aufgenommen haben, ohne darüber nachzudenken, was wir eigentlich tun.
Aber
wir haben dann immer den Wind aus dem Laden, also so die Erinnerungen, die Einflüsse, die Impression mit ins Studio genommen und dann einfach die Maschinen angeschmissen. Ähm... Und dann kamen
halt
so zwei Tracks
von
Sky und mir, ein Track von Drake und Sky.
Ja.
Dann haben wir einfach irgendwann gedacht, so okay, das ähm... Ach genau. Und dann wollten wir das eigentlich, wollten wir das auf Stickman Records wieder veröffentlichen. Und die haben aber gemeint, so na, passt nicht so richtig. Aber Jungs, wir hatten da ein Deal. Ähm... Wenn ihr wollt, könnt ihr euer eigenes Label starten. Sind dann in uns gegangen und haben gedacht, ja, warum nicht? Klar. Muss natürlich irgendwie erstmal einen Namen finden. Und warum Kabinett? Weil
wir geraucht haben?
Auch.
Auch, ja stimmt. Kabinett
als Zigarettenmarke aus guten alten DDR-Zeiten. Das hat vielleicht eine kleine Rolle
gespielt, aber
als wir immer ins Studio gegangen sind, runter in den Keller, dann sind wir immer so in so eine eigene Welt abgetaucht.
Ja. Also
Tür zu, Tür zu und dann konnten wir so laut sein, wie wir wollten. Und so experimentell,
wie
wir wollten.
Und
das hat uns irgendwie daran erinnert, weiß nicht, ob ihr es kennt, Willi Schwabes Rumpelkammer.
Ja,
auf
jeden Fall kenne ich das. Da gab es auch so eine ganz
markante
Musik. Das war eine DDR-Sendung
in
der Rumpelkammer oben mit Willi Schwabe, irgendwie unter einem Dachboden. Hat er Platten oder Musikstücke vorgestellt,
oder? Der hat
Filme rausgesucht. Filme rausgesucht.
Genau.
Ich meine, ich
war da noch ein ganz kleiner, aber das lief immer zu Hause so in Schwarz-Weiß. Genau, Willi Schwabes Rumpelkammer,
ja.
Genau. Und irgendwie hatten wir diese Assoziation und daraus wollten wir einen Label-Namen machen. Ja. Und Rumpelkammer klang nicht so gut, also blieb dann irgendwie Rumpel oder Kammer übrig.
Und
dann meinte ein Freund von uns, naja, Kammer, ich glaube, es war DJ Honesty, Hans, der meinte so,
ja,
Kabinett wäre die Übersetzung für Kammer. Und wir so, okay. Cool,
ja. Das mit
dem C war dann auch so seine Idee. Das hat er dann so ein paar Entwürfe gemacht. Und das haben wir dann den Stickman Records Leuten, Acme, geschickt. Und die meinten so, okay, let's do it.
Und
dann haben wir alle paar Monate ein paar Dats hingeschickt, Artwork noch in Berlin gemacht.
Und
dann kam irgendwann wieder ein Fax zurück.
So,
äh, hier, wir haben 800 Platten verkauft oder 1200. Ja,
ja.
Für 80 Cent, glaube ich, haben sie damals ausgezahlt. Stickman saßen wo? Toronto, Kanada.
In
Toronto und Kanada, ne? Ich kenne doch, Dex hatte gerade letztes Jahr irgendwie eine vorletztes Jahr re-release, eine Stickman.
Auch.
Daher. Und, aber worauf ich,
ich
habe jetzt die Namen gehalt, Honesty, Trike, Sky, ihr wart damals schon eine Crew.
Und
so
eine kleine Crew und seid jetzt
immer noch befreundet, Studiopartner.
Ja.
So.
Natürlich ist man älter geworden und
zieht sich seltener.
Genau. Ja, das ist ein bisschen,
wir
sind ein bisschen auseinander, haben wir uns
schon
gelebt. Genau.
Das
ist ja... Honesty ist jetzt in Lissabon. Ich glaube, der wollte ein bisschen mehr Sonne und ein bisschen mehr Surfen.
Also,
Wellen surfen. Also, ich glaube, was uns verbunden hat damals war so ein bisschen der
Acid,
so ein
Stück
weit. Ja. Der Sound.
Ja. Und
damals hatten wir ja dann auch dann so eine 909 und eine Acid-Maschine. Damit konnte man halt dann schnell Acid machen.
Ja, genau.
Das haben wir dann auch zelebriert, eine Zeit lang.
Haben
uns dann aber, das war dann vor Cabernet Records, irgendwann spezialisiert auf mehr so einfachere, funkige, hypnotischere Grooves. So. Aber ich glaube, kennengelernt haben wir uns alle so in dem Tacheles-Umfeld. Honesty war dort der Label, der Night Manager vom Tacheles. Ein Club in Berlin.
Genau.
Ja, sagt mir jetzt gar nicht so viel. Aber gut,
damals
gab es ja auch viele Clubs. Viele haben es, einige haben es in die Presse geschafft, einige nicht. So, ne, in die normale Reef-Presse. Ja. So, und Tacheles,
okay, ja.
Und
Tacheles ist dieses alte Gebäude, diese alte, ähm, was war das?
Ein
Wertheim-Kaufhaus, was eigentlich fast verstört war im Zweiten Weltkrieg. Und das war dann eine Ruine und das wurde dann, glaube ich, besetzt von so ein paar
Besetzern.
Ja, genau,
besetzte Leute. Und
dann gab es oben gab es ein Kino, es gab eine Konzerthalle, es gab ein Café und unten im Keller halt die ständige Vertretung. Sky hat da viel aufgelegt, ich habe zu der Zeit noch nicht gespielt, ähm, aber,
ja,
so haben wir uns irgendwie alle mal so kennengelernt und mal so Techniken ausgetauscht, äh, also Geräte auch und mal probiert. Damals hatten wir ja noch kein Internet, ne,
da lief
alles über zweite Hand und so. Ähm, also haben wir dann uns Geräte ausgeliehen und probiert und zusammen gejammt und, ja, und dann, das hat Spaß gemacht. Das war eine wilde
Zeit. Ja, das kann ich mir vorstellen,
ja.
Geräte, was waren so das erste Equipment? Du hattest ja schon gesagt 909 und
war,
glaube ich, auch günstig damals, ne? Relativ, ja. Also relativ so. Man, man hört ja von den, von den Amis, die dann, ja, was weiß ich, eine 303 auf dem Gebrauch, 200 Dollar oder irgendwie sowas so, ne? So vielleicht nicht, aber es ist ja jetzt, kriegst du die nur noch für 6.000 Euro, eine 909.
5
.000 bis
6.000, ne?
Ja, für eine originale, ja. Ich habe
auch
eine besessen
und
man hat natürlich gute und schlechte Zeiten und in schlechten Zeiten hat die mir echt aus der Scheiße geholfen, ne? So, weil ich sie dann für, ich glaube, 4.000 Euro verkauft habe. Das ist schon, dafür brauche ich keinen Oldtimer, habe ich mir gesagt, stehen haben
und
auf der anderen Seite dann irgendwie gerade strugglen oder sowas, ne? Und sagen,
hey,
das ist,
der
Wert hat sich vervielfacht, das ist wie eine…
Werterlage.
Ja, wie eine Aktie, die man da hat, ne? Ja. Und damals war es ja relativ,
relativ
günstig. Ich meine, da war Geld auch noch ein Stückchen mehr wert. Das heißt, Studio war insgesamt nachher trotzdem eine Anschaffung, ne? Deswegen hat man das mit mehreren gestartet.
Das war, ja, ja. Also jetzt im Nachhinein, muss ich sagen, habe ich da schon echt ganz schön viel Geld reingebuttert.
Ja.
Also habe dann auch manchmal was liegen lassen,
was
eigentlich dringender war, aber
ich
brauchte das Gerät oder irgendwas.
Weil, also
wir haben schon echt bei null angefangen. Wir hatten nichts. Also das erste, was ich mir gekauft habe, war ein Atari-Computer. Das war schon viel Geld. Ja,
ja.
Dann
Dr. Riven. Das Ding war aber Schrott.
Ja, genau.
Das musste man aber erstmal
alles lernen, ne? Ja,
ja.
Und dann, irgendwann kriegst du dann so Schritt für Schritt so ein paar
geile
Sachen hin. Also
besorgst
dir irgendwas und dann entweder
hast
du es gedealt oder lang gesucht. Ja. Und dann irgendwann hatten wir schon ein ziemlich einfaches, aber schönes Setup zusammen. So. Das war so auf 94, 95. Das waren eigentlich gar nicht so viele Geräte, aber die waren dann so der Herz.
Und
die waren?
Die waren?
Welche waren es? Ja. Ja, genau. Also eigentlich die ganze Nuller-Serie von
Roland. 303,
606. Genau. 707, 727.
Ja.
Ja.
Die hatten wir nie, aber die 626, die macht Ähnliches. Ja.
Ist ja auch so ein bisschen Latin
und so. Ja. Dann ein gutes Mischpult. Da hatten wir irgendwie Glück im Unglück. Wir hatten eigentlich nur ein kleines Budget, aber haben jemanden gefunden, der meinte so, ey, wenn ihr alles richtig machen wollt oder nichts falsch, dann nimmt das Ding hier, so ein Diamonds. Live-Mixer war das
und
den haben wir bis heute noch.
Der
läuft noch bis heute. Schön, ja. Und klingt auch echt fett. Ja. Der Nebel meinte mal, ist der beste Mixer,
den
er je gehört hat, weil der so,
der
verklebt ist alles so schön und macht es aber trotzdem dynamisch
und crisp so. Ja, genau. Und wenn man das Equipment gewohnt ist, warum sollte man dann irgendwie umsteigen? Ja.
Man
kann dann nachher schon blind damit arbeiten. Genau. Weiß woher man Synthesizer technisch? Das waren ja jetzt eher so Drum-Machines,
Synthesizer
waren dann so Juno und sowas? Oder
eher
Sound-Canvas von Roland, die Teile? Nee, hatten wir eigentlich
fast
nie.
Sampler, Emus, Akai?
Auch
nur ganz kurz mal zum rumprobieren. Also was ich von damals auf jeden Fall noch behalten habe, war der DB6000 von Korg, ziemlich unbekannt. Ist
das
ein Sampler oder? Nö, so ein Synthesizer.
Der
macht so drei Sounds richtig geil. Der Rest ist Schrott, aber die Sounds, die wir da rausgezaubert haben, die haben wir dann abgespeichert und öfter auch mal benutzt. Prophet. Ja. Den habe ich mir spät geleistet und den liebe ich immer noch. Ja. Also der, und dann unseren Wokoder.
Prophet
Five oder?
Sechs. Ja. Der Five war zu anfällig.
Und
der Sechs, also die zweite Generation,
die
sie vor ein paar Jahren rausgebracht haben.
Der ist super. Der habe
ich auch.
Ja.
Das ist ein
Tier, ne?
Sahne.
Aber du musst halt richtig, also Preset mäßig ist natürlich auch was dabei, aber du musst dann wirklich Chords, Unison und sowas patchen und dann auf einmal hast du diese Dippen Haus Chords,
wo
du denkst, das ist genau das ist es, ne?
Mhm.
So, ja, ja, ja, ja. Oh ja, man muss sich mit dem Equipment beschäftigen, ne? Es gibt viele Synthesizer, die haben geile Presets und es haben viele Synthesizer, die haben scheiß Presets, aber wenn man da loslegt, kommt da was raus, wo man sagt so.
Und
dann hört man vor allen Dingen auf einmal so, ey, der und der Klassiker hier, Carrie Chandler oder hier, ne? Ja.
Wir hatten alles mal probiert, auch von Yamaha, so einfache FM-Büchsen.
FM-Patchen.
Fünfzehn Werte verstellen, nichts passiert, ein Wert verstellen, alles klingt anders.
Ja.
Also die, ja, die sind faszinierend, wenn du
Geduld
mitbringst und ein bisschen forschst.
Ja. Und
ich merke auch immer, wie der Studio ist so eine, also gerade Synthesizer ist so reine Therapie. Ich bin ja auch ziemlich, ich möchte nicht sagen, also gerade wenn man so viel um die Ohren hat,
ist
man so ein bisschen hyperaktiv unterwegs, macht 20 Sachen gleichzeitig, verlernt dann auch den Fokus, sondern ich muss ja 100 Sachen gleichzeitig am Tag machen. Aber wenn ich im Studio sitze, dann wache ich auf einmal nach zwei Stunden hinter so einem Synth wieder auf und denke so, boah, das ist wie Blumenwiese, also es holt einen richtig, richtig runter. Danach ist nicht viel passiert oft, aber es
erdet
und
entschleunigt. Ja.
Genau,
das mag ich auch manchmal.
Also
ich habe unterschiedliche Ansätze, wann ich, warum ins Studio gehe. Aber die Momente mag ich auch sehr. Sich dann einfach mit irgendwas klein beschäftigen und dann
wird irgendwas daraus.
Ja.
Traum ist dann so, habe ich immer im Hinterkopf, so ein, zwei, drei Synthesizer schnappen, Häuschen in Dänemark hinstellen, aber man kommt nie dazu. Ne, und man,
man
verreist ja auch nicht alleine, da man Familie hat. Ja,
ja.
Ne, so, wenn ich zu meiner Frau sage, du, ich schnapp mir jetzt fünf Synthesizer und hau mal ab, nach zwei Wochen nach Dänemark, dann sagt die so.
Ne. Aber du hast ein eigenes Studio,
ne? Wo du dich zurückziehen kannst. Ja,
genau.
Und
da kann ich auch so laut machen, wie ich will. So, also. Auch zuzuschließen und sagen, ich bin nicht mehr da? Ja, das kann ich auch, aber wir haben so einen Geheimcode, das Licht geht von außen an und aus. Okay. Und die machen dann einmal das Licht an und aus.
Da
funkt einer und dann geht die Tür auf und dann, Papa, wir sind's. Ja, okay, merke ich mir. Genau, meine Tochter, meine mittlere, die spielt auch Klavier, die konnte dann des Öfteren in die Tasten, jetzt hat sie nicht mehr so, in der Pubertät verliert man ja die Lust zu einigen Sachen, die man vorher hatte. Und die hat dann da oft in die Synthesizer-Tasten gehauen und… Und was aufgenommen?
Ein,
zwei Sachen mit aufgenommen so, aber ich habe es dann auch einfach nur genossen oftmals. Und sie auch dann, weil man merkt auch dann, dass die dann total abgetaucht ist. Weil das sind ja nicht klassische Klavierklänge, sondern dann erstmal, hey, die gleichen Noten, ja, aber was kommt da raus?
Ja.
Ist ja ein bisschen schräg und… Wenn man dann
Mozart
mit einer Flöte spielt oder… Ich verstehe. Das kenne ich auch. Meine Tochter, die hat auch
sehr
intensiv gespielt.
Und das ist so faszinierend bei so kleinen Kindern,
wie
schnell die durch eine Klavierlehrerin das beherrschen lernen,
dass
die dann irgendwann nur noch auf so ein Notenblatt gucken, nach einem halben Jahr schon und irgendwie spielen, wo ich daneben sitze und
sage… Ich
kann es bis heute nicht.
Nein, ich auch nicht.
Ich
mache das so aus Gefühl, zack, und wahrscheinlich auch so Muskelgedächtnis, aber keine Noten ablesen und so spielen. Und sie steht da, spielt. Ich bin mal dann in ihr Zimmer rein und dann hat sie gespielt, am Fenster gestanden und dabei ein Buch gelesen. Und dann habe ich gedacht, die haben halt noch den Space im Kopf, wahrscheinlich auch dadurch, dass sie
mehr
Frieden haben, wenn sie Frieden haben als Kind, dass sie dafür dann faszinieren.
Musik
ist eine schöne Welt,
ja,
vertiefige mich auch sehr gerne. Wie alt sind deine Kinder? 20 und 18.
Ja,
dann
ist es jetzt schon eine längere Zeit ruhiger bei dir,
ne?
Ja, also es ist komisch, wenn dann auf einmal weniger los ist in der Bude.
Ja,
das kann ich mir vorstellen, ja. Das ist so ein bisschen so, hallo,
hier
war doch etwas,
was fehlt.
Ja,
sonst
war es ein großes Leben immer. Back to Music, da war noch ein Label und zwar Eclipser. Eclipser, wie kam es zu Eclipser?
Eigentlich war das so gedacht als unser Bootleg-Label. Ja. Wir wollten eigentlich so die verbotenen Samples,
die
wir so verwuschelt haben, nicht offiziell rausbringen. Wir wollten uns da kein Ärger einhandeln. Und dann haben wir halt einfach,
weil
wir auch so eine Affinität zu Disco haben, einfach mal so unsere Disco-Sachen so mal irgendwo
abveröffentlichen. Das
ist auf jeden Fall ein
richtig
geiler Disco-Haus. Danke. Jetzt die neue mit Berlin-Disco, ne? Disco Berlin, nicht Berlin-Disco.
Ja.
Auch sehr geile Eclipser, sucht mal nach Eclipser. Super geiles Disco-Haus-Label, liebe ich total. Ja. Und der Name ist dann, wie kamst du den Namen?
Das hat eigentlich Decks so ein bisschen, ich will nicht sagen verbockt, aber
verändert. Passiert. So gut? Also
die ursprüngliche Idee war eigentlich Eclips Chaser. Also jemanden, der sozusagen immer so Sensationen hinterher reist.
Ja, schöner Gedanke.
Genau. Und da wir das ja auch mit unseren Musikstücken machen, das ist ja auch immer so eine Reise, so ein Musikstück, fanden wir das passend.
Und
da Eclips Chaser irgendwie zu lang war anscheinend bei dem Vertrieb, haben die da aus Eclipser gemacht.
Was
aber auch Sinn macht,
haben
wir Amerikaner gesagt. Genau.
Und
dann ist der jetzt dabei geblieben.
Top
Disco-Haus-Label. Ja.
Hört
es euch an.
Habe
ein paar Sachen gespielt. Genau. Jetzt kommt halt die Part 2. Genau. Disco Berlin. Berlin Disco. Disco Berlin. Part 2. Kabinett kommt die 70 mit der Base Cap.
Geht
bald in Vorverkauf bei uns im Vertrieb. Super geile Scheibe. Solange könnt ihr
ziemlich
viele richtig geile Represses. Sind auch nicht mehr viele da. Guckt mal an eurem Lieblingsstore. Sind glaube ich überall unterwegs. Geile Represses von Kabinett Records. Ich muss sagen, da kann man wirklich, wenn man, gerade wenn man auf den Sound steht,
Haus,
Deep House, reduzierten, minimalen, kein Pressure, vollgestopfter, irgendwie Wobbling-Haus, sondern funky und sehr essenziell und sehr zielgerichtet. Einfach Message ist da. Ja. Fühle ich wohl. Gänselorientiert. Genau. Hüftfreundlich. Kann man jede Platte von gebrauchen. Also man kann ein Kabinett-Rekordset spielen und der Zuhörer denkt, man hat die Welt bereist. Das ist halt so. Also zieht euch das unbedingt mal rein. Ich habe noch Platten mitgebracht. Jeder DJ, der kriegt immer noch einen Stapel Platten.
Kann
ich die tragen. Ich habe Rücken, ich lege nicht
mehr mit dem
Vinyl auf, weil das ist so schwer.
Ei, ei, ei.
Geil, danke. So. Da muss ich mir jetzt durchkämpfen.
Genau. Horch dir das einfach mal durch. Das sind alles Platten, die wir vertreiben. Deep House, Haus. Disco Fizz. Genau. Schöne Sachen dabei. Was du nicht magst, gibst du an einen,
der
es mag. Ein paar dubige Sachen.
Ja.
Und auch, wie
gesagt, alles
Label, die wir vertreiben.
Wir haben
auch viele P&D-Deals dabei. Primary Colors aus Australien. Ganz tolle Leute. Antipodien-Dubs. Genau. Mal gucken wir jetzt drauf nochmal. Various Artists. Achso, Echo Inspectors. Das sind alles australische Acts auf jeden Fall. Die auch eine geile, geile Dub-Szene haben. Und das ist halt kein Maschinen-Dub.
Eine
schöne von André Puschkareff. Sehr, sehr deepes Zeug auch. Ja, ein schöner,
guter Freund. Ich mag ihn auch total.
Und die Sachen, die er produziert.
Ja, da habe ich was zu
tun.
Räume mich. Genau.
Hast du ein paar Schallplatten.
Die
neue Kronet. Und ich glaube auch, ich glaube, ich habe dir eine schicke gegriffen. Muss ich ja mal. Wir versuchen ja immer so ein bisschen.
Ich
habe auch spezielle Sleeves.
Die
Sleeves. Uiuiui.
Sieht
aus wie ein Taschentuch.
Die
sind ganz. Und hier haben wir dann auch eine. Ein schönes Exemplar. Das Bio-Vinyl, oder? Das ist selbst abbaubares Bio-Vinyl. Vegan, vegetarisch. Ohne Ketchup. Genau. Ja, da können dann unsere Operator hier.
Der
Maui oder der Norman. Der ist der Spezialist für Farben. Ja,
die können hier immer richtig
durchdrehen. So. Ja, fahre ich mir an. Auch wenn er heute einen schwarzen Shirt hat. Ja. Kann er ganz gut mit Farben umgehen. Stimmt. Apropos schwarze Shirts. Hier, wenn ihr Bock auf Merchandise habt, unterstützt uns gerne. Vinylmatters.de. Vinylmatters.de
Das
ist unser Merchandise-Store. Ich muss dazu sagen, es ist wirklich Portugal in Europa hergestellt. Genäht, gefärbt, gewebt in Portugal. Es ist extrem festes Material. Es ist nicht Merchandise. Für uns ist es eher
ein
Brand. Das muss ich jetzt, auch wenn ich hier rumlabere, mal dazu sagen. Weil es ist doch, es ist kein 20 Euro Zeug, was irgendwie nach dreimal Tagen weggeworfen wird. Wir haben uns da wirklich einen Gedanken gemacht, dass es nicht irgendwo herkommt, wo die Leute unterbezahlt werden und nicht mal ihre Kinder satt kriegen, wenn sie solche Sachen machen. Für 90 Prozent des Merchandises, was da draußen rum
schwirrt. So.
Also wenn ihr Bock habt, unterstützt uns da. Ich hab dir auch
was mitgebracht. Was hast du da
mitgebracht?
Auch
ein Stück Plastik.
Ist
ja geil. Selbst gemacht. Ah, ein Stiftehalter. Genau.
Ist das richtig
selber gemacht? Ja. Habe ich mir selbst ausgedacht. Im Studio steht ein Drucker und mach was du willst damit. Kannst du auch deiner Tochter geben für... Nö, das gebe ich nicht, meiner Tochter.
Ich
kann dir auch noch einen geben, also ich habe noch mehr davon.
Das
finde ich cool. Das ist auch ein guter Gedanke. Das Plattenspiel... Es sieht auch... Ich dachte jetzt so abgefahren, so Bienenwabe und sowas.
Ist natürlich auch
als Plattenspielergewicht, wäre es geil. Ja. Aber dann müsste man doch einfach unten drunter ein Stück Metall kleben. Vielleicht können wir da was zusammen machen. Und so habe ich einen Penhalter. Ich suche immer meine Stifte. Jetzt hast du einen. Jetzt hast du einen. Ja. Und ich weiß, wo ich dich erreichen kann. Genau. Genau. Ach, wir arbeiten ja auch schon saulange zusammen. Wo ich damals bei DEX gearbeitet habe. Zehn Jahre. Das müsste jetzt auch schon über... Ich habe zehn Jahre bei DEX. Also so müsste das ungefähr... Der Zeitraum müsste das sein. 10, 15 Jahre jetzt mittlerweile.
Ja.
So. War das so 2010, 11, so
in dem Dreh?
Habe ich da angefangen. Ja. Und dann vor circa drei Jahren, vier Jahren wieder aufgehört.
Wird
hier komplett
losgelegt.
Und jetzt... Ja.
Jetzt
pressen wir schöne Kabinett-Rekordsplatten und versuchen auch das Ganze vernünftig, strategisch. Das... Weil das Level ist einfach geil. Ey. Hört euch das wirklich an. Also das ist wirklich jede Platte. Und
die
kann man blind kaufen.
Da
braucht man nicht durchklicken. Und das ist auch kein fancy Stuff, kein Nebendropping oder irgendwie sowas. Ich finde,
da
sind ein paar Klassiker dabei, ja.
Die kann man auch noch in zehn Jahren hören.
Oder in 100 Jahren.
Wer weiß.
Und das ist... Da steht Musik wirklich im Vordergrund. Da stehen zwar Namen drauf, die einem auch was sagen, aber es ist nicht so, dass man irgendwie da immer ein Monster erschaffen muss oder irgendwie sowas. Das ist einfach Liebe zum Label, Liebe zur Musik. Ja.
Haben
wir ja vorhin gerade drüber gelegen. Alles andere wird uns schon stranden lassen, wenn wir es aus Liebe zu den riesengroßen Auszahlungen machen, die wir von überall her kriegen. Das Musik-Business ist schwer. Auch für uns hier, für diesen Kanal. Wir kriegen keinen Cent von YouTube. Das muss ich mal dazu sagen. Also, sobald...
Ich
hab's glaube ich schon mal gesagt, ich sag's aber immer wieder. Sobald fremde Musik drin ist, in einem Video, wird der Fingerprint genommen von YouTube, weil 90% der Musik läuft über digitale Vertriebe, die auch mit YouTube arbeiten. Derjenige, der den Kanal hat, kriegt keinen Cent. Das Geld geht fairerweise an die Rechteinhaber. Wer auch immer das dann ist. Obwohl ich nicht der Meinung bin, dass es so sein sollte, weil hinter dem Video mindestens genauso viel Arbeit steckt, wie hinter den Tracks, die gebaut wurden. Weil unser Sören sitzt tagelang wirklich noch am schneiden, am nachbereiten, am Untertitel machen, am allem, was dazugehört. Ich will das jetzt nicht beschimpfen.
Wir machen es trotzdem.
Und
worauf ich hinaus wollte, ist, Musikbusiness ist schwer. Auszahlungen sind... Alles, was dazugehört. Aber wir machen es trotzdem, weil wir einfach drauf stehen und weil wir Vinyl spielen und weil wir Musik lieben und weil wir
in
Chords verliebt sind. Ja, auch. In diepe Chords.
Ich hoffe, dass die Leute dann irgendwann doch wieder sagen,
so
okay, ich will jetzt wieder so eine Platte haben und nicht so ein Pfeil auf meiner
Harddisk.
Genau. Es ist... Also die Platten, die sie wirklich mögen, sollte man schon auch Platte haben. Das ist die Musik, die man
mag. Es ist
hergestellt, es ist mit Hand gemacht. Also es gibt für mich so viele Vorteile einer Vinyl. Und ich habe neulich auch mit mehreren Leuten wieder gesprochen, die in der Location waren und die gesagt haben, es gibt ja einmal die super professionellen DJs, die mit CDGs auflegen und so, die sich sicherlich auch vorbereiten da drauf und gemasterte Tracks nehmen. Aber es gibt ganz viele Leute, gerade aus dem Nachwuchsbereich, die Tracks hier, dort, überall herkriegen. Das ist cool. Man soll auch Tracks sharen und austauschen.
Spielt man die dann aber auf dem Floor und da hat kein professioneller Mensch für 50 Euro oder sowas mal rauf geguckt und die ein bisschen gerade gebogen, spielt ihr absoluten Schrott auf dem Floor. Und das habe ich bei ganz vielen Partys. Du hörst
beim...
Ich möchte jetzt keine Namen nennen, aber
es
klingt super matschig. Du stehst auf dem Floor, ist alles cool, aber
danach
kommt auf einmal einer mit einer fluffigen Platte
und
du denkst so, ey, es ist Dynamik da, es ist
nichts
im roten Bereich, es hört sich einfach alles anders an. Deswegen achtet drauf
oder
kauft euch einfach Vinyl, weil hier machen wir eine ganz andere Vorarbeit als bei vielen Tracks, die für ganz, ganz wenig oder gar nicht gemastert sind und so in dieser Welt digital rumschwillen. Das ist schön für den Zuhörer und es ist auch... Ihr werdet selber merken, dass ihr einen ganz anderen Genuss habt. Es ist auch was
psychologisches,
dass stressige Musik
einen
schneller zur Bar gehen lässt und nach draußen rauchen, als wenn der Sound auf dem Floor, egal wie hart er ist, welchen Style er hat, entspannter wärmer klingt. Damit machst du einfach längere Partys, die Leute halten länger aus auf dem Floor, sie sind entspannter. Stressige Musik führt dazu, dass man irgendwann sagt,
irgendwie
habe ich heute das Gefühl, dass ich mal woanders hin muss. Und das ist halt heutzutage, das bedenkt keiner im Hintergrund.
Ich
glaube
auch der Fakt, dass
das
ja eine Welle ist, die die ganze Zeit abgetastet wird von der Nadel, dass das auch irgendwas macht. Das macht es irgendwie bekömmlicher.
Wenn
es auf einer Welle ist,
wenn
du so ein CDJ abspielst, dann
kann
der ja alle Frequenzen ungefiltert rausballern.
Und
ich glaube so eine Platte durch das Schneiden und Abtasten später wieder...
Durch das Analoge und das Einschränken der Frequenzbereiche, die in einem humanen Bereich wahrscheinlich stattfindet,
macht
das glaube ich auch schon was. Also wir sind keine Nerds, die irgendwie sagen, beschäftigt euch mal damit, da ist wirklich was dran. Und gerade auch beim digitalen Bereich, wo alles abgebildet werden kann, hast du oft Frequenzen,
die
dich einfach plattnageln.
Von
den Bässen her, natürlich kann der Club einiges durch Limiter und sowas raus, aber gerade im hohen Bereich ist das oft so, wo man sagt, und das kriegen wir hier gar nicht abgebildet. Und
es
wird ja durch Oberflächenverzerrung und auch durchs Pressen an sich, durch die Rille, wird das alles ein Stück glatt gestreichelt praktisch. Und du hast nicht diese
Rechtecksdinger,
die gehen bei Platte nicht. Deswegen wird es weicher, genau. Daniel, vielen Dank,
dass du hier gewesen bist. Ja,
danke.
Auf das nächste Mal. Auf das nächste Mal. Auf
das nächste Mal.
Es war schön, dass du hier warst. Geniales Set. Kommentiert. Sagt uns, was wir
gut
machen, was wir schlecht machen. Wünscht euch irgendwas. Habt
mit
Teil an unserem Vinylfeeling. Vinylmatters.de findet ihr unsere Shirts, unsere Pullover und demnächst ganz viele coole, kleine Sachen. Alles limitiert. Ja, vielen Dank, dass ihr uns supportet. Also, wir sind echt happy
und
wir machen einfach weiter.
Geiler Shit. Final
Matters.
Matter
Fact.
Ciao.
Tschüss. Tschüss.